1.

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Ludwig Achim von Arnim: 1. (1806)

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Ein mal lag ich
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In Schlafes Qual,
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Mich däucht ich war
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Auf einem Berg
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Vor eime königlichen Pallast,
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Der war durchhauen pur
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Nach meisterlichen Sinnen,
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Bildwerk zierlich
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Stand überall
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Am Pallast stolz,
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Der war von Marmorquader;
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Fein war das Dach
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Von Kupfer braun,
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Berillen klar
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Das Fensterwerk.
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Zu oberst von der Burg her glast
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Von Gold ein Sonnenuhr,
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Gülden waren die Zinnen.
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Ringweis ich sah
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Darum einen Zaun
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Von Zederholz,
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Die Pforte war Albater.
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Ich trat auf die Schlagbrücke,
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Und sah ein Tanz
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Von minniglichen Bilden
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In diesem Pallast schön;
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Da gieng ich stehn
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Zu dieser Pforten,
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Und blickte heimlich hinein,
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Die klaren Aeuglein spielten,
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Freundliche Wort
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Wurden gehort.
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Die adelichen Jungen
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Nach den Trometen (Flöten)
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Höfelich sprungen,
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Ihr jedes hat
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Von Sammt ein Wad,
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Ein köstlich Schauben,
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Ring, Ketten, goldne Borten.
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Heidnisch war der Frauen Geberd,
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Darauf jede mit Rosenkränz;
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Der Männer fürstliches Gewand,
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Von Sammet, Seiden und Taffant,
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Damast und gulden Stücken
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Von Perlen glänzen, Kränzen
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Auf den Hauben.
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Im Herzen mein
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Dacht, mögt ich bei der Schaare sein!
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Ich wolt mich mischen unter sunder
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und that gehn,
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Das war mir frei gelücken.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Achim von Arnim
(17811831)

* 26.01.1781 in Berlin, † 21.01.1831 in Wiepersdorf

männlich, geb. Arnim

deutscher Schriftsteller und wichtiger Vertreter der Heidelberger Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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