Das Gnadenbild Mariä-Hülf bey Passau

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Ludwig Achim von Arnim: Das Gnadenbild Mariä-Hülf bey Passau (1806)

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Es wohnt ein schönes Jungfräulein
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Bekleidet mit Sammt und Seiden,
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Ob Passau in ein Kirchel klein,
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Auf einer grünen Heiden,
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Dort auf dem Kapuziner-Berg,
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In Gnaden sie verbleibet,
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Mit Zeichen und mit Wunderwerk
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Ihr meiste Zeit vertreibet.

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Aus fremden Landen führt sie her,
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Erzherzog Leopoldus,
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Ihr zu erzeigen alle Ehr,
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Das war sein gröste Wollust.
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Den schönen Sitz hat ihr bereit,
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Ein edler Herr von Schwendi,
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Jezt genießt er in der Seligkeit,
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Ihr mütterliche Hände.

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Auf ihrem Haupt trägt sie ein Kron,
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Von Gold und Edelsteinen,
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Von Silber ist gemacht ihr Thron,
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Auf dem thut sie erscheinen,
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Jesus der wahre Gottes Sohn,
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In ihren Armen wohnet,
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Die Seel, die ihm und ihr thut schön,
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Bleibt wohl nicht unbelohnet.

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An ihr ist nichts denn Heiligkeit,
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Und majestätisch Leben,
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Ganz englisch ist ihr Reinigkeit,
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Demüthig doch darneben,
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Ihr Ursprung ist sehr adelich,
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Von königlichem Stamme,
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Ich darf sie nennen öffentlich,
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Maria heißt ihr Namen.

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Vor ihr die Engel neigen sich,
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Weil sie Gott selber ehret,
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Dienstwillig sie erzeigen sich,
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Sobald sies nur begehret,
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Die Kaiser beugen ihre Knie,
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Die König sie schön grüßen,
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Fürsten und Herrn rühmen sie,
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Und fallen ihr zu Füßen.

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Es stehn vor ihrem Angesicht,
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Viel tapfre Edelknaben,
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Zu ihrem Dienst dahin gericht,
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Die Schild in Händen haben.
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Wie Engel stehen ihr so nah,
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Der Ablaß und die Gnade,
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Die grüßen uns von Ferne da,
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Und hin zu ihr uns laden.

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Mit vielen zarten Blümelein,
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Ist sie gar fein umstecket,
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Mit Nägeln und mit Röselein
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Wird ihr Altar bedecket,
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Davon das ganze Kirchel schier
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Ueberaus lieblich schmecket,
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Damit das Volk durch solche Zier
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Zur Andacht werd erwecket.

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Oft Musikklang und Orgelspiel
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Thut man da bey ihr hören,
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Aemter und Litaneien viel,
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Haltet man ihr zu Ehren,
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Ihr viel Personen immerdar
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Lichter und Ampeln brennen,
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Durch welche sie sich ganz und gar
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Zu ihrem Dienst bekennen.

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Dort sieht man durch die Sommerzeit,
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Prozession und Fahnen,
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Die Prediger nach Gelegenheit
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Das Volk zur Buß vermahnen,
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Sie, Reich und Arm, Mann, Weib und Kind,
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Loben und benedeien,
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Und so sie beichten ihre Sünd,
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Thut mans ihnen verzeihen.

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Allda sich in ein Klösterlein,
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Nicht weit von ihr gelegen,
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Viel arme Diener schließen ein,
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Allein von ihretwegen;
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Daß sie ohn alle Hinderniß
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Der Jungfrau mögen pflegen,
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Und letzlich nach gethaner Buß,
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Erwerben ihren Segen.

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Sie hat ein kleines Glöckelein,
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Gar wunderschön es klinget,
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Gleich wie ein kleines Waldvögelein
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In aller Früh es singet,
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Sobald es hört ein liebreichs Herz,
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Vor Freuden es aufspringet:
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Das Volk es locket hinaufwärts,
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Wanns in die Luft sich schwinget.

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Sie liegt mir an dem Herzen mein,
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Holdselig von Gebärden
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Wollt Gott, ich könnt ihr Diener seyn,
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So lang ich leb auf Erden,
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Drum sofern ist in mir was Guts,
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Und auch sogar das Leben,
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Bis auf den lezten Tropfen Bluts
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Will ich gern für sie geben.

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Den Bogen sie mit Liebes-Pfeil,
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Die Herzen durchzuschießen,
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Gespannt zu halten alleweil,
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Läst sie sich nicht verdrießen.
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Verbreitet ihres Sohnes Licht,
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Die Seelen zu gewinnen,
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Ihr große Macht darauf sie richt,
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Spart keinen Fleiß hierinnen.

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Wer nur ansieht ihr schön Gestalt,
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Der thut sich gleich verlieben,
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Als wär an ihr Magnets Gewalt,
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So wird er angetrieben,
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Viel tausend Leut so manche Meil,
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Ihr zu Gefallen reisen,
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Zu kurz ist ihnen Zeit und Weil,
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Wann sie ihr Ehr erweisen.

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Den sie nur freundlich blicket an,
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Den hat sie schon gewonnen,
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Ihr Anblick ihn bald fangen kann,
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Kommt nimmer gern von dannen,
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Nicht wenig thun bekennen das
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Von Bösen und von Frommen;
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Meinen, es zieh sie weiß nicht was,
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So sind sie eingenommen.

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Geb Gott, daß stets an diesem Ort,
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Sein Name werd gepriesen,
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Daß ihm sogar mit keinem Wort,
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Ein Unehr werd bewiesen,
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Das liebe Kindlein Jesus Christ,
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Der Mutter zu gefallen,
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Woll helfen thun zu jeder Frist,
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All die zur Jungfrau wallen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Achim von Arnim
(17811831)

* 26.01.1781 in Berlin, † 21.01.1831 in Wiepersdorf

männlich, geb. Arnim

deutscher Schriftsteller und wichtiger Vertreter der Heidelberger Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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