Der Wirthin Töchterlein

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Ludwig Achim von Arnim: Der Wirthin Töchterlein (1806)

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Bey meines Buhlen Kopfen,
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Da steht ein güldner Schrein,
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Darin da liegt verschlossen,
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Das junge Herze mein,
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Wollt Gott, ich hätt den Schlüssel,
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Ich würf ihn in den Rhein.
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Wär ich bey meinem Buhlen,
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Wie möcht mir baß gesein.

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Bey meines Buhlen Füßen,
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Da fleußt ein Brünnlein kalt,
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Wer des Brünnlein thut trinken,
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Der jüngt und wird nicht alt;
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Ich hab des Brünnleins trunken,
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Viel manchen stolzen Trunk,
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Nicht lieber wollt ich wünschen
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Meines Buhlen rothen Mund.

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In meines Buhlen Garten,
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Da steht viel edle Blüth,
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Wollt Gott, sollt ich ihr warten,
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Das wär meins Herzens Freud,
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Die edlen Rößlein brechen,
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Denn es ist an der Zeit.
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Ich trau sie wohl zu erwerben,
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Die mir am Herzen leit.

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In meines Buhlen Garten,
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Da stehn zwey Bäumelein,
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Das ein das trägt Muskaten,
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Das andre Nägelein;
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Muskaten die sind süße,
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Die Näglein riechen wohl,
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Die geb ich meinem Buhlen,
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Daß er mein nicht vergeß.

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Und der uns diesen Reihen sang,
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So wohl gesungen hat,
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Das haben gethan zween Hauer,
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Zu Freiberg in der Stadt;
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Sie haben so wohl gesungen
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Bey Meth und kühlem Wein,
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Dabey da ist gesessen,
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Der Wirthin Töchterlein.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Achim von Arnim
(17811831)

* 26.01.1781 in Berlin, † 21.01.1831 in Wiepersdorf

männlich, geb. Arnim

deutscher Schriftsteller und wichtiger Vertreter der Heidelberger Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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