Genua seh ich im Geist, so oft die unendlichen Wellen

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Ludwig Achim von Arnim: Genua seh ich im Geist, so oft die unendlichen Wellen Titel entspricht 1. Vers(1806)

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Genua seh ich im Geist, so oft die unendlichen Wellen
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Halten den Himmel im Arm, halten die taumelnde Welt;
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Seh ich die klingenden Höhlen des nordischen Mohren-Basaltes,
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Seh ich die Erde gestützt auf den Armen der Höll;
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Dann, dann sehne ich mich in deine schimmernde Arme,
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Weisser Cararischer Stein, kühlend die schwühlige Luft,
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Denk ich der Treppen und Hallen von schreienden Menschen durchlaufen.
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Keiner staunet euch an, jedem seyd ihr vertraut.
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Fingal! Fingal! klinget so hell, mir wird doch so trübe,
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Frierend wähn ich mich alt, Jugend verlorene Zeit!
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Dreht sich die Achse der Welt? Wie führt mich Petrarca zu Fingal,
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War es doch gestern, ich mein, daß ich nach Genua kam.
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Ja dort sah ich zuerst das Meer, des nunmehr mir grauet,
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Weil es vom Vaterland mich, von den Freunden mich trennt.
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Damals von der Bochetta herab in des Frühroths Gewühle,
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Lag noch die Hoffnung darauf, weichlich im schwebenden Bett,
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Nicht am Anker gelehnt, nein sorgenlos schlummernd sie dreht sich,
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Daß die Schifflein so weiß, flogen wie Federn davon;
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Lässig band sich vor mir die Göttin das goldene Strumpfband,
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Zweifelnd daß frühe so hoch steige der lüsterne Mensch.
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Und so stehend und ziehend am Strumpfe sie bebte und schwebte
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Wie ein Flämmelein hin über die spiegelnde Welt.
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Fiametta! ich rief, mir schaudert, sie faßte mich selber,
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Ja ein Mädchen mich faßt, lächelnd ins Auge mir sieht.
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Hier! hier! sagt sie und peitschte den buntgepuschelten Esel,
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Daß aus dem ledernen Sack, schwitzte der röthliche Wein:
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Lieber, was willst du? sie fragt, du riefest mich eben bey Namen:
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Wenn sie nicht Blicke versteht, Worte die weiß ich noch nicht.
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Der Beschämung sich freuend sie strich mir die triefenden Haare,
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Thau und Mühe zugleich hatten die Stirne umhüllt.
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Wie ein Bursche der Schweiz ich schien ihr nieder zu wandeln,
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Um zu suchen mein Glück und sie wollte mir wohl,
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Als sie den Stein erblicket, den sorglich in zärtlicher Liebe
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Auf den Händen ich trug, daß der Anbruch nicht leid,
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Ey da lachte sie laut und riß mir den Stein aus den Händen,
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Warf ihn über den Weg, daß er zum Meere hinroll,
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Und dann spielte sie Ball sich freuend meiner Verwirrung
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Mit der Granate die schnell kehrte zu ihr aus der Luft.
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Nicht der schrecklichen eine, die rings viele Häuser zerschmettert,
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Doch die feurige Frucht, mystisch als Apfel bekannt.
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Sie verstand mich doch wohl? O Einverständniß der Völker,
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Das aus Babylons Bau blieb der zerstreuten Welt,
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Suchte doch jeder den Sack beym brennenden Thurme und fragte,
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Also blieb auch dies Wort, Sack den Sprachen gesammt,
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Also auch Zeichen der Lieb' im Blick, in guter Geberde,
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Scheidend sie winkten sich noch, fernhin trieb sie die Macht. –
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Folgend dem trabenden Esel, sie blickte sich um so gelenkig,
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Die Granate entfiel und ich grif sie geschickt.
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Kühle vielliebliche Frucht, einst Göttern und Menschen verderblich,
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Wohl du fielest auch mir, zaudr' ich, wo ich gehofft?
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Doch ich zögerte noch, gedenkend an Helena traurend,
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An Proserpina dann, beyde erschienen mir eins
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Mit der Eva, da wollt ich sie stille verscharren der Zukunft,
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Daß nur das Heute was mein, bleibe vom Frevel befreyt,
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Daß ich dem Zufall vermach zu treiben die Kerne in Aeste,
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Daß ich dem Zufall befehl, daß er die Blüthe verweht;
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Aber ich mocht nicht wühlen im Boden voll zierlicher Kräuter,
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Jegliches Moos noch zart, drängte sich üppig zum Tag.
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Zweifelnd ging ich so hin, nicht sehend stand ich am Meere,
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Fern mich weckte ihr Ruf, daß ich nicht stürze hinein:
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Nein zu seicht ist die Küste, sie würde nicht bergen das Uebel,
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Nur die Tiefe des Meers birgt ein unendlich Geschick.
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Also kam ich zum Meer und sahe die Fischer am Fischzug
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Springend durch kommende Well, ziehend ein bräunliches Netz,
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Roth die Mützen erschienen wie Kämme von tauchenden Hähnen,
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Bräunliche Mäntler umher, schrieen als jagten sie die.
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Andere stießen halbnackt ins Meer die schwarze Feluke,
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Trugen die Leute hinein, die zur Fahrt schon bereit.
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Auch mich trugen sie hin, ich dacht nur des Apfels des Bösen
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Und des unendlichen Meers, das mich zum erstenmal trug,
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Wie sie enthoben das Schiff begann in dem Schwanken und Schweben,
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Daß mir das Herz in der Brust recht wie von Heimweh zerfloß,
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Durch die fließenden Felsen erscholl ein liebliches Singen,
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Und ich verstopfte das Ohr, bin vor Sirenen gewarnt.
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Bald belehrte ich mich, es sang ein Weib in dem Kahne,
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Das im Mantel gehüllt deckte vier Knaben zugleich,
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Wechselnd die Händ bewegt sie wie Flügel der Windmühl
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Und als Zigeunerin singt, wie sie Maria begrüst.
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Sagt die Geschickne ihr wahr des heiligen Kinds, das sie anblickt,
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Wie es im Krippelein lag, Oechslein und Eslein es sah'n,
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Sahn wie der himmlische Stern wie Hirten und heilige König,
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Alles das sah sie sogleich an den Augen des Herrn,
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Auch das bittere Leiden, den Tod des Weltenerlösers;
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Hebt er den Stein von der Gruft, von der Erde den Leib.
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Alles Verderben mir schwand, ich sahe das Böse versöhnet,
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Statt zur Tiefe des Meers, warf ich den Kindern die Frucht:
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Engel versöhnt ihr das Herz, das tief arbeitende Böse,
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O so versöhnt auch die Frucht und vernichtet sie so!
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Dankend die Mutter sie nahm, hellsingend sie öffnet die Schale,
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Nahm mit der Nadel heraus jeglichen einzelnen Kern;
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Wie im Neste die Vöglein, also im Mantel die Kindlein
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Sperren die Schnäblein schon auf, eh ihr Futter noch da.
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Also sie warten der Kerne mit offenem Munde zur Mutter,
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Und die Mutter vertheilt gleich die kühlende Frucht.
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Wälze dich schäumendes Meer, ich habe die Frucht dir entzogen,
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Nichts vermagst du allhier, schaue die Engel bey mir,
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Stürze die Wellen auf Wellen, erheb dich höher und höher,
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Du erreichst uns nicht, höher treibst du uns nur,
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Schon vorbey dem brandenden Leuchtthurm schützt uns George,
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Der im sicheren Port zähmet den Drachen sogleich.
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Wie von Neugier ergriffen, so heben sich übereinander
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Grüßend der Strassen so viel, drüber hebt sich Gebirg,
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Höher noch Heldengebirg, da wachet der Festungen Reihe,
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Schützet uns gegen den Nord und wir schweben im Süd.
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Ey wie ists, ich glaubte zu schauen und werde beschauet,
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Amphitheater erscheint, hier die Erde gesammt:
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Spiel ich ein Schauspiel euch ihr bunten Türken und Mohren,
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Daß ihr so laufet und schreit an dem Circus umher?
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Kommen von Troja wir heim, am Ufer die Frauen und Kinder,
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Kennen den Vater nicht mehr, freuen sich seiner denn doch?
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Also befreundet ich wandle auf schwankendem Boden und zweifle,
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Aber sie kennen mich bald, bald erkenne ich sie.
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Fingal! Fingal! riefs schon, muß ich erwachen in Schottland,
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Bin ich noch immer kein Held, bin ich noch immer im Traum?
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Muß ich kehren zur Erdhütt, keinen der Schnarcher versteh ich,
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Muß mir schlachten ein Lamm, rösten das lebende Stück,
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Mehl von Haber so rauch mir backen zum Brodte im Pfännchen
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Und des wilden Getränks nehmen vieltüchtige Schluck:
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Wandrer Mond du schreitest die stumpfen Berge hinunter,
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Nimmer du brauchtest ein Haus, dich zu stärken mit Wein,
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Alle die Wolken sie tränken dich froh mit schimmernden Säften,
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Ja dein Ueberfluß fällt, thauend zur Erde herab.
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Nimmer du achtest der gleichenden Berge und Gräser und Seen
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Denn im wechselnden Schein, du dich selber erfreust;
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Siehe mein Leiden o Mond durch deine gerundete Scheibe,
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Schmutzig ist Speise und Trank, was ich mir wünsche das fehlt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Achim von Arnim
(17811831)

* 26.01.1781 in Berlin, † 21.01.1831 in Wiepersdorf

männlich, geb. Arnim

deutscher Schriftsteller und wichtiger Vertreter der Heidelberger Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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