Ein Trinklied beim Sternenklang

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Ludwig Achim von Arnim: Ein Trinklied beim Sternenklang (1806)

1
Liebe Hand, Dich darf ich drücken,
2
Bringst mir einen Becher Wein,
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Und die holden Sterne blicken
4
In den Becher froh hinein;
5
Zweifelnd bin ich im Entzücken,
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Trink ich erst den duftgen Wein?
7
Soll ein Kuß mich erst beglücken?
8
Beides, beides ist nun mein!
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Rathet mir treulich, liebliche Sterne,
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Grüße Euch alle, nahe und ferne!

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Fliehst Du scheu vor meinem Blicke
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Und verschüttest meinen Wein,
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Führt mein Ruf dich nicht zurücke,
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Ach, so bist Du doch nicht mein!
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Heiße Liebe, Deine Tücke
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Läßt mich schmerzlich hier allein,
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Als ich meinem stillen Glücke
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Wollte froh entgegen schrein;
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Feurige Zungen sind da erklungen,
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Aber mein Liebchen ist mir entsprungen.

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Wandelt weiter, kalte Sterne,
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Spiegelnd im vergoßnen Wein,
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Suchet Ihr doch stets die Ferne,
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Nah und ferne, nichts ist mein.
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Nur der Tropfen, den ich hege,
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Löset meines Herzens Klang,
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Schweigend geht Ihr Eure Wege,
28
Euren stillen, gleichen Gang;
29
Als ich noch hoffte, seid Ihr erklungen,
30
Jetzt wie so stille, feurige Zungen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Achim von Arnim
(17811831)

* 26.01.1781 in Berlin, † 21.01.1831 in Wiepersdorf

männlich, geb. Arnim

deutscher Schriftsteller und wichtiger Vertreter der Heidelberger Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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