Halt dich Danzig!

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Ludwig Achim von Arnim: Halt dich Danzig! (1807)

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O Danzig, halt geschlossen
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Dein hochgemauert Thor,
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Die Gäste sind entschlossen,
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Sie klopfen an davor.

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Die selbst zu Gast sich laden,
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Sind ungebetne Gäst',
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Die stoßt nur mit der Nasen
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Wohl auf die Tischeck' fest.

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Die Gäst', die dein verlangen,
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Du kennst sie lange Zeit,
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Denn wo sie hergegangen,
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Brennt Feuer weit und breit,

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Sie thun zusammenraffen
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Gesindel aller Ort,
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Ein freies Land zu strafen,
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Beginnen sie den Mord.

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Und wo sonst nichts zu holen,
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Sie holen Räuber her,
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Sollst laufen jetzt die Polen,
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O Jungfrau voller Ehr'.

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Sei ruhig Jungfrau, reine,
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Dies ist die Feuerprob',
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Wohl in dem Bombenscheine
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Verdienst du großes Lob.

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Sie dienen all dem Teufel,
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Du aber dienest Gott,
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So fahren alle Zweifel
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Aus deiner grimmen Noth.

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»so will ich nicht verzagen,
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Ich armes Mägdelein,
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Gott will ich es nur klagen,
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Der wird mein Schutzherr sein.«

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Stadt Danzig, wir dich kennen
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Aus der Belagerung,
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Dich wird kein Feuer brennen,
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Dein Leid zum Himmel drung.

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Es brennet nie zu Asche
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Dein Schleier hell und klar,
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Das Schnupftuch in der Tasche
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Mit keiner Thrän' bewahr'.

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Nein, fasse Muth im Herzen,
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Und lösch' mit fester Hand
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Der Bomben Schwefelkerzen,
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Schick sie zurück gewandt.

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In Danzig sind geboren
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So manche Kindlein zart,
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Die sich der Herr erkoren,
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Die all' der Herr bewah

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In Danzig steht in Blüthe
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So manche Jungfräulein stolz,
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Sie beten von Gemüthe,
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Sind keinem Franzmann hold.

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In Danzig unter Sorgen,
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Da sitzt manch Nönnelein,
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Die winden alle Morgen
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Von Palm drei Kränzelein.

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Das eine Gott dem Vater,
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Das andre Gott dem Sohn,
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Das dritt' dem heil'gen Geiste,
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Gott sieht es von dem Thron,

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In Danzig stehn zur Wehre
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Der tapfern Krieger viel,
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Zu Fuß und auch zu Pferde,
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Die treffen wohl ihr Ziel.

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Im Zeughaus klirren Waffen,
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Aus alter, tapfrer Zeit,
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Und wen die einmal trafen,
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Der läuft dann gar nicht weit.

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Ihr Russen seid willkommen,
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Verbunden hält sich gut,
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Was einzeln unternommen,
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Zu gar nichts führen thut.

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Ihr Preußen seid begrüßet,
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Ihr Landsleut' gebt wohl acht,
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Viel edles Blut schon fließet,
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Gott über euch nun wacht.

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Das Freikorps muß ich preisen,
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Trägt Flinten von dem Feind,
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Die Freiheit muß sich weisen,
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Wenn Muth durch Ordnung scheint.

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Nun laßt uns einmal schauen,
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Wo jetzt die Feinde sind,
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Wie Schweine sie sich bauen
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Ihr irdisch Haus geschwind.

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Zu Danzig auf den Mauern,
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Da liegen Kanonen viel,
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All' Morgen sie belauern
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Der falschen Feinde Spiel.

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Es bellen alle Morgen
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Der wachsam Hündlein viel,
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Sei, Danzig, ohne Sorgen,
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Wenn dir der Morgen kühl.

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Vom Hagelsberg laß hageln
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Der runden Kugeln viel,
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Die Kegel fast verzagen
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Bei solchem guten Spiel.

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Ja, in dem eignen Graben
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Sie rollen auf den Feind,
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Die aufgestellt sie haben,
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Die haben's nicht gemeint.

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In Danzig auf dem Markte,
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Da stehen Fässer Wein,
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Wer trinken will den starken,
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Muß kein Franzose sein.

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Im Arthushof ohn' Sorge,
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Bei hoher Tafelrund,
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Da stehet Sankt George,
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Sticht bald den Lindwurm wund.

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Und ist der Wurm verwundet,
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Er durch sich selbst erliegt,
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Von eignem Gift, gesundet
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Kein Teufel, der besiegt.

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Heil Danzig, er bewahret
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Den jungfräulichen Kranz
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In deinen goldnen Haaren,
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Und Ehre kommt zum Glanz.

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Du kannst den Schmuck verschmerzen,
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Landhäuser voller Pracht,
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Du trägst den Schatz im Herzen,
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Der treuen Liebe Macht.

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Wirst dafür Schiffe senden
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In's Meer mit stolzer Pracht,
123
Jetzt liegt in deinen Händen
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Die Welt mit ihrer Macht.

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So laß die Feinde stürmen,
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Ganz ruhig schau es an
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Von deinen hohen Thürmen,
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Die Feinde sind im Bann.

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Ein fester Sinn, der bannet
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Und herrschet in der Welt,
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Und jeder sich ermannet,
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Den Kalkreuth führt als Held.

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Er hat mit weiser Güte
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Die Kraft der Stadt vereint,
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Die Hände sich zu bieten
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Soldat und Bürger scheint.

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Und wer von seinen Treuen
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Soll bleiben für die Stadt,
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Der wird sich sterbend freuen,
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Ein Denkmal an dir hat.

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Dies hat so wohl gesungen
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Ein jung Soldatenkind,
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Die Russenlieder klungen
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Im Ohre nach geschwind.

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Sie ziehn zu dem Entsatze
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Mit gutem Wind und Muth,
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O wär' ich auf dem Platze,
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Es ließ mir wahrlich gut.

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Ich bin ein Mägdlein leider,
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O Danzig, so wie du;
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Hätt' ich nur Männerkleider
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Und Stiefeln auch dazu!

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Ich wollt' sie all' anführen
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In meiner Unschuld Kraft,
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Mich keiner sollt' anrühren,
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Der nicht den Feind bestraft.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Achim von Arnim
(17811831)

* 26.01.1781 in Berlin, † 21.01.1831 in Wiepersdorf

männlich, geb. Arnim

deutscher Schriftsteller und wichtiger Vertreter der Heidelberger Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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