Das Billet

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Adolf Glaßbrenner: Das Billet (1843)

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»fremdling, nie der Liebe noch
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gedacht' ich,
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Eh' gesehen ich in Deiner
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Pracht Dich!
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Frühinge erlebte Zehn und
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Acht ich;
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Schaukelnd in der Jugend bunten
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Jacht mich,
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Sah ich meine Tage fließen;
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macht' ich
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Schöne Reime, spielte, sang und
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lacht' ich,
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Und es störte keines Kummers
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Fracht mich.
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Da nahmst Du, den in der fremden
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Tracht ich
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An dem Fenster sah, in Deine
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Acht mich,
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Fesseltest durch Deiner Reize
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Macht mich,
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Schlepptest in der Lebenssorgen
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Wacht mich,
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Wo nun seufzend liege Tag und
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Nacht ich,
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Rufend, während Thränen schleichen
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sacht sich
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Aus dem Aug', durch Tausend O und
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Ach Dich,
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Dich, den Jüngling, der so weit
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gebracht mich!
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Lange kämpfte in der Zweifel
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Schlacht ich:
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Ob nicht träf' ein niedriger
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Verdacht mich
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Dieses Briefes wegen, doch jetzt
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acht' ich
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Mich als Sieg'rin rufend: offen
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tracht' ich
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Darnach, daß in Deines Herzens
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Schacht sich
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Gleiche Gluth entzünde, wie
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entfacht sich
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In dem meinen! Und nun, Theurer,
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schmacht' ich,
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Bis Du kurz die Antwort schreibst:
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›es macht sich!‹

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Nachdem als Herr den Inhalt des Billetes
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Pflichtschuldigst ich der Dienerin erklärt,
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Rief ich mit wahrhaft königlicher Würde:
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»die Bitte dieser Dame sei gewährt!«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Glaßbrenner
(18101876)

* 27.03.1810 in Berlin, † 25.09.1876 in Berlin

männlich, geb. Glassbrenner

deutscher Humorist und Satiriker (1810–1876)

(Aus: Wikidata.org)

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