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Ich hatte fast so viel wie Göthe's Faust
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Vom ewigen Geheimniß mir gemaust;
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Ich hatte mich in jeder Wissenschaft,
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So weit sie nicht verpönt war und verpfafft,
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Als guter Christ umhergetrieben;
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Ich ochste in verschiedenen Logie'n;
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Ich hatte mich in mancherlei Sophie'n
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Versucht, und immer redlich nachgeschrieben:
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Und war dabei doch ein Hans Narr geblieben.
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Ich hatte Kopf und Magen mir verdorben,
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Und war auch glücklich dran gestorben.
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Man legte mich in einen Sarg,
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Der aber, wie es uns die The-
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Ologen prophezeit von je,
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Nur meinen Staub, mein Schlechtstes, barg:
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Kaum todt, so kroch durch Nase, Mund und Ohr
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Erwachte Er zu seinem wahren Leben,
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Gab noch dem Körper einen
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Weil er durch dessen Schuld so lang in Fesseln lag,
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Warf Alles fort, was ihm hier angemeistert,
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Was ihm die Schule, Sitte und Gesetz
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Und alle Zappelnden im weiten Bildungs-Netz
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An seiner Freiheit hatten angekleistert;
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Behielt nur Das, was er in keckem Muth
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Ursprünglicher und frischer Zeugungskraft
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Sich selber in sich selbst geschafft,
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Und wurde so, wenn ich nicht irre: absolut.
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Mein Geist war überall, in allen Nähen, Fernen:
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Er sprach mit Blumen, glänzte aus den Sternen,
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Sang mit den Nachtigallen, war ein Stück Mission
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Von Frankreichs Louis, von Napoleon;
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Sprach aus dem Donner, aus Geheimenräthen,
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Aus Wogenliedern und aus Bartverbots-Decreten!
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Er war, uneingeschränkt von Zeit und Raum,
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Lichtaufgelöst im großen, ew'gen Ur,
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In höchster Wirklichkeit, in schönstem Traum
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Als Wesenheit in Gott, als Gott in der Natur.
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Bald aber ward ihm dieses Erden-Himmelsband,
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Die Allgemeinheit, furchtbar ennuyant,
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Das Anundfürsichsein, ach, viel zu weit und stät!
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Er dissonirte noch in den Accorden
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Der freien Einen Harmonie,
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Der Alldurchfluthenden Sympathie;
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Und sehnte sich zurück nach Subjectivität.
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Kaum rief er diesen Wunsch, so ward ich wieder Ich
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Und kam, im höchsten Geister-Sinn, zu
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Da jenes Ich des Mir, zu dem ich nicht gekommen,
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Das kleine Sternchen Erde hatte weggenommen.
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Gottlob, ich ward Subjekt! Ich hatte Frack und Hosen;
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Ich brauchte nun nicht mehr im Sturme mitzutosen,
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Nicht mitzublühn und duften mit den Rosen,
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Nicht zu entspringen aus der Konstitutionellen
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Gehirn, um zu citir'n Gesetzesstellen!
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Nicht mitzu-zirpen, meckern, blöken, schrei'n!
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Ich brauchte nicht kartoffelkrank zu sein,
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Nicht mitzuweinen bei der Armuth Lasten,
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Nicht mitzujubeln wenn die Reichen praßten,
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Nicht mitzukrähen wenn die Krähe krächzte,
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Nicht mitzuseufzen wenn der Fällbaum ächzte,
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Nicht mitzureimen in dem ew'gen Sterngedichte!
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Mein Geist war dieser Objectivität so satt!
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War noch nicht reif für sie! Ich wurde müd' und matt,
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Und plötzlich wurde jede Kraft Gestalt;
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Ich sah den Geist, umgeben vom Gewimmel
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Lammfrommer Engel, nun als Eine Gottgewalt.
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Zu seinen Füßen lagen Hella's Menschengötter
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Mit Dornenstacheln in der blut'gen Brust,
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Und hinter ihnen stand der alte Spötter
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Der Negation, sich seines Werths bewußt.
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Er lachte höhnisch, packte mich beim Kragen
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Und flog mit mir durch's weite Sternenzelt;
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So ward ich Millionen Meilen weit getragen
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Es ist ein Stern, den allerdings die Gnomen,
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Die allerdings sehr klugen Astronomen,
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Verleugnen werden und verlachen;
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Den aber ich durch Erd-Autoritäten –
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Und wenn sie ihn mit Füßen träten –
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Mir nicht zum Humbug lasse machen!
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Es ist ein Stern nicht weit vom großen Bären,
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Der Venus und Asträa im Gesicht,
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Liegt in der Mitte beider Hemisphären
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Und hat, wie unsre Erde, wenig Licht.
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»hier, Erdenwurm!« so rief der Satan grinsend,
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»hier sollst du bleiben, bis dein Geist gereift;
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Bis er, aufgehend in dem Wust der Allmacht,
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Den süßen Egoismus abgestreift!
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Leb' wohl, und klinge nur nicht gar zu balde
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In jene Harmonie der Bläße ein!
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Bleib', was du bist, du bist drum nicht verlassen:
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So lange du ein Ich bist, bist du
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Mit diesen Worten war der Narr verschwunden;
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Ich aber stand in der Verkehrten Welt,
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Und Hosen an und in der Hose Geld;
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Ich aß und trank, und hatte Tausend Pläne,
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Und war beim ersten schon erschlafft;
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Ich lästerte an Andern Meine Fehler,
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Und fand mich selbst untadelhaft.
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Ich log und prahlte, wußte Tausend Dinge,
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Die all' zusammen keinen Heller werth;
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Ursprünglich Großes ward von mir bespöttelt,
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Das Angebettelte verehrt;
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Das ew'ge Wunder nannte ich gemein,
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Das Schlecht-Abnorme aber wunderbar,
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Was auf der Hand lag, wühlte mir im Kopfe,
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Das Niebegreifliche, das war mir klar;
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Verzerrtheit und Verleugnung hieß ich Sitte
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Und tanzte wie ein Bär nach ihren Pfeiferei'n;
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Verbuhlte Kraft, erblaßter Geist und Wille
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Galt als gebildet, vornehm mir und fein;
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Die Eitelkeit zerstörte meine Sinne;
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Ich log der Wahrheit vor, daß ich sie liebe,
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Und fand die Schönheit nur im plumpen Hemd;
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Ich spei'te auf den kecken Blitz des Geistes,
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Der aus dem Genius der Freiheit flammt;
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Ich rutschte auf den Knien vor allen Götzen
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Der Tradition und hielt mich für verdammt;
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Ich schlang den Lorbeer um den trocknen Jammer
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Den man Ehrwürde, Ernst und Sitte nennt,
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Und zürnte auf die Heiterkeit, die goldne,
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Der Geister glücklich Element;
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Ich schrie nach Freiheit draußen vor der Thüre,
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Und trat in's Haus und herrschte als Despot;
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Ich war Despot, und folgte blind und knechtisch
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Der Narrheit und der Bosheit Machtgebot;
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Ich schrie nach Freiheit, ich, mein eigner Sklave
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In meiner Schwächen, meiner Laster Koth,
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Ein Wesen, Gott und alle Welt studirend,
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Und neidisch-geizend um des Nachbars Brod,
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Das kränkelt, jammert, heult durch's ganze Leben
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Und dennoch schreckt und zittert vor dem Tod!
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In's alte Dasein wiederum begraben
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Ward der Verkehrten Welt ich hingegeben:
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Ein Mensch, ein Geck, mit manchen hübschen Gaben!
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Was ich nun hier erlebt, gehört, erblickt,
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Ich hab's, so weit es mir im Kopf geblieben,
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Zur Kurzweil und Belehrung aufgeschrieben
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Und hoffentlich Euch unten zugeschickt.
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Ich bring' das Manuscript, verpackt und eingenäht,
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Und auch frankirt, zur Sternenschnuppen-Post,
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Die jedes Mal bei glücklichem Nordost
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Von hier direct nach Deutschland geht.
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So wird's – falls auf der letzten Station,
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Zwei Tausend Meilen von der Erden,
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Wo alle Güter für jedwede Nation
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Geordnet und hinabgeworfen werden,
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Nicht ein Versehn geschieht – und falls mein schön Gedicht
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Wie sein Poet, fest seine Richtung hält,
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Und nicht in's Wasser und, durch Zufall, nicht
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Herrn Hassenpflugen vor die Füße fällt –
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Und falls im deutschen Land noch ein Verleger lebt,
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Dem's prinzipiell nicht gänzlich widerstrebt,
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Ein solches Opus ohne Honorar zu drucken
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Und den Gewinn allein zu schlucken –
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So wird es, nein! und falls die Muckerei,
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Die manchen Orts ein wenig spionirt,
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Dies Buch nicht etwa in der Druckerei
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Verpönt und als gefährlich confiscirt,
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Weil schon der Titel, den es bringt,
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Zu Mißvergnügen höchst erregend klingt –
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So wird es überall, auf Sopha's und auf Stühlen,
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Am Thron, am Arbeitstisch und an den Herden,
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In weichen Betten und auf harten Pfühlen,
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Von adligen und bürgerlichen Wesen,
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Von Dummen und von Klugen viel gelesen,
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Und von den Klugen sehr gepriesen werden.
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Doch bitt' ich Euch, Ihr Herrn und schönen Frauen,
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Daß Ihr hier nicht nur die barocksten,
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Heterogen- und paradoxten
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Geschichten hören wollt und schauen!
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Zwar bring' ich viel Extravagantes,
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Doch auch mitunter ganz Bekanntes,
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Und wer nur Jenes hat gewollt,
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Und etwa mir, dem Stern-Touristen,
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Dem mit dem Tod belohnten Christen
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Und himmlisch-sel'gen Humoristen
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Ob manches Widerspruches schmollt:
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Der hat, und wäre er selbander
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Arago und der Kosmos-Alexander,
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Und hätte er ein Glas vom feinsten Schliffe,
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Von diesem Sterne hier und seinem Leben
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Die allerältesten und darum eben
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Die allerfalschesten Begriffe!
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So ganz verkehrt und auf den Kopf gestellt,
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Wie's drunten meinen Hinz und Kunz!
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Nein, Vieles ist, ich kann es Euch beschwören,
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Und Ihr sollt's selber sehn und hören: