Ein Mädchen

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim: Ein Mädchen (1761)

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Ich weiß ein Mädchen, schöner ist
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Kein Mädchen auf der Welt!
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Du, der du nie verzaubert bist,
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Du, Weiser, oder Held!

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Du solltest nur mit einem Blick,
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Mit einem nur, es sehn!
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Demütig würdest du zurück
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Zu Mut und Weisheit gehn.

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Hineingezogen in ihr Netz
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Der Schönheit, lägst du da!
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Ihr Reich, ihr Zepter, ihr Gesetz
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Erkennend, lägst du da!

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Welch eine Stimme! wie so süß!
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Ernst sei es, oder Scherz,
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Sie säng', und spräch' ein Paradies
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Selbst Gellerten in's Herz!

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Ihr Auge? Solche Heiterkeit
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Im weiblichen Gesicht
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Fand ich auf Erden weit und breit,
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Fänd' ich im Himmel nicht!

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Ihr Lächeln macht das Dunkle hell!
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Ein Engel würde froh,
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Könnt' er es sehn! Kein Raphael,
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Kein Öser malt es so!

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Ihr Busen? Tugend stirbt davon!
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So wunderschön ist er!
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Nicht Zeus und nicht Anakreon
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Sah einen niedlicher!

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O welche Rosen, welch ein Reiz
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Sie abzubrechen! Komm!
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O Freund, genug für deinen Geiz,
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O wärst du nicht zu fromm!

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Ihr tiefes Grübchen in dem Kinn!
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Ihr schönes Blut! Ihr Schoß!
35
Ihr Wuchs! Ihr Gang! O Zauberin!
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O Göttin! laß mich los!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim
(17191803)

* 02.04.1719 in Ermsleben, † 18.02.1803 in Halberstadt

männlich

Dichter der Aufklärungszeit

(Aus: Wikidata.org)

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