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Was siehest du so schüchtern nach mir her?
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Scheut eine Kriegesmuse, die den Held
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So tief in seine Schlacht begleitete,
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Mit ihm auf Leichen unerschrocken ging,
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Wie Engel Gottes in Gewittern gehn,
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Ihn einzuholen, wo er war, zu sein,
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Zu forschen seine Thaten überall,
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Von Leich auf Leiche große Schritte that;
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Scheut eine solche Muse Blut zu sehn?
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Stimm an, verewige den großen Tag,
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Errettete, durch göttlichen Gesang!
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Nimm die verwaiste Leier von der Wand,
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Und mische starken Kriegeston darein,
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Und singe! Held, Soldat und Patriot,
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Steh um dich her und höre, lauter Ohr!
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Bewundernd Gottes Thaten,
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Wenn er sein Vaterland zu retten geht,
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Vor deinen Angen, Überwinder
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Wie? oder hörst du lieber andrer
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Dich nennen? – lagen wir unangezwackt
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Sechs Wochen lang; und, alle Tausende,
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Im Buche deiner Thaten, in das Reich
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Der Schatten zu versetzen, lebten hoch
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Und ließen deiner schönen Kaiserin
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Tockayer, nach der Krieges Arbeit, sich
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Gutschmecken, tranken auf des Helden Wohl,
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Und rühretest du dich in deinem Nest,
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So jagte dich der tapfere Husar,
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In deine hochverschanzte Felsenburg,
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Auf welcher du, mit deinem Vetter
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Ein Graf wie du, der deine Thaten thut,
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Betrachtend uns, und deinen
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Oft standest, dachtest, nie ersahest, wie
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Von dir ein Streich ihm zu versetzen sei.
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Daß du auf unsern ebnen Siegesweg
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Der wie ein braver Mann sich wehrete,
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In seine hohen Wäll' und Mauren gabst!
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Denn gabst du es in unsre Hand, so war
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Kein Weg vor uns, als nach dem stolzen
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So hätten wir uns allzuweit entfernt
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Von unserm Vaterlande, dessen Schutz
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Wir sind, nach dir, o Gott! So wäre wohl
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Das Ach und Weh, der Jammer, das Geschrei
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Der Weiber und der Kinder, welche wir
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Zurückgelassen hatten, allzu spät
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Des Vaterlandes Ruf um Rache nicht
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Zu rechter Zeit und Stunde da gehört,
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Wo umzukehren war! Darum, o Gott!
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Sei ewig hochgelobt von uns und Ihm,
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Dem Züchtiger der Bosheit eines Volks,
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Das noch zu Menschen nicht geworden ist,
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Dich noch nicht kennt, daher gezogen kam,
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Heißhungriger als ein Heuschrecken Heer,
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Mit trägem aber giftgem Schneckengang
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In sein, o Gott! von dir gesegnet Land,
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Um eine Lebenlose Wüstenei
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Ein Land des Fluches, eine Steppe, gleich
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Den Steppen seiner Kaiserin daraus
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Zu machen. Langsam zog es so daher,
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Wie durch fruchtbares Feld in Afrika
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Giftvoller großer Schlangen Heere ziehn;
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Da steht auf beiden Seiten ihres Zugs
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Erstorbnes Grab, da steht, so weit umher
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Als ihre Bäuche kriechen, alles tot.
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So da, verwüstet, öde, traurig, tot.
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Allein der Held vernahm zu rechter Zeit
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In seinem Haus von Leinwand, auf der Bahn
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Des Sieges, deinen bangen schwachen Ruf,
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O Vaterland, zu Gott, und ihm! Und stracks
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War sein Gedank' allein an dich! Er gab
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Dem größern Feind ein wenig Luft, und flog
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Mit einem kleinen edlen Heldenheer
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Dahin, wo sein gequältes banges Volk
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Nach ihm sich umsah; betete für ihn,
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Und schwur geheim, in mancher Todesangst,
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Blieb ihm auch armes mattes Leben nur,
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Trotz aller Feindes Wut, getreu zu sein
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Dir, Gott! und deinem Liebling, welchem du
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Zuwider aller Welt, mit deiner Macht
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Recht schaffest, Sieg verleihst. Da flog er hin!
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Kam an in dir, du Sitz der Musen; wo
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Vor einer niedern Hütte, saß das Roß,
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Das, einen solchen Held zu tragen, stolz,
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Nicht müde von dem langen Fluge war,
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Daselbst ein wenig auszuruhen, ab,
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Ging in die offne niedre Hütte, fand
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Ein' arme fromme Witwe, die zu Gott
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Für den Gesalbten eben betete,
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Saß neben ihr auf einem harten Sitz,
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Nahm einem Wassertrunk aus ihrer Hand,
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Stand vor der kleinen Thür der Hütte, ließ
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Sein edles Heldenheer vorüber ziehn,
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Stieg auf, folgt ihm den Weg der Rache nach,
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Sah die Ruinen der getreuen Stadt
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In welcher er, ein künftger König, einst
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Dir, Weisheit! in die Arme fiel, und sich
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Entschloß zu sein, ein Vater seines Volks,
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Zu tragen stets in königlicher Brust
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Ein sanftes, menschlichs Herz! Damals als er
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Der Freundschaft Thränen zollte! Kam
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In ihrem Aschenhaufen an! O Gott!
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Wie jammert es dem Vater seines Volks
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Die Stadt nicht mehr zu sehn! Zum andernmal
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Weint er in ihr, anitzt – – Ein König weint?
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Gieb ihm die Herrschaft über dich, o Welt,
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Dieweil er weinen kann! – Jedoch der Bach
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Der Heldenaugen floß zu lange nicht,
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Der Thränen Stelle nahm ein glühend Rot
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Im feurigen Gesicht; gerechter Zorn
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Entstand aus Königlichem Mitleid stracks.
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Er wandte sich zu seinen Helden, schwur
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Sein rächend Schwert zu zücken und mit Gott
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Zu züchtigen die Henker seines Volks!
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Er stand, als er es schwur, noch auf dem Wall
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Der unbezwungnen Veste, sahe starr
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Mit Heldenaugen, fähig durch zu sehn,
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Was Götteraugen sonst nur sichtbar ist,
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Nach dir, du Lager der Barbaren, hin,
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Ein Fernglas in der Hand, sah, wie er dich
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Vertilgen könnte, sah es, stieg herab.
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Als du den großen Rächer kommen sahst,
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Die Blutfahn in der Hand, die er noch nie
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Dem edlern Kriegesfeind entgegen trug,
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Da standest du betäubt, erstarret, stumm,
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Die Augen weggewandt von dem, der kam,
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Wie unter Wetterwolken Sünder stehn,
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Die Gottes Donnerstrahl auf ihrem Haupt
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Erwarten. Bangigkeit und Furcht und Angst
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Fiel, plötzlicher als eine Centner Last,
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In aller deiner großen Helden Brust,
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Ward größer stets, je mehr Er näher kam!
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Zusammensteckend ihre Köpfe stand
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Sein graues Haupt dreimal; sie zitterten;
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Zuletzt war ihr verzweiflender Entschluß,
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Ein großes Viereck und der Tod. Nur du,
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Grausamer, der den Wall, anstatt der Stadt,
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Verschonete, vergnügt sie brennen sah,
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Auflachete, wenn Ach und Weh zugleich
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Mit ihren Flammen zu den Wolken stieg,
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Wenn schwarzer Dampf sie zu ersticken schien,
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Unmenschlich neue Höllenflammen schuf,
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Warfst deine Zündefackel aus der Hand,
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Entflohest auf dein Roß geschwungen; warst
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Dem Tod entronnen. Aber, Hezensangst
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Saß mit auf deinem Roß, und floh mit dir
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Weg aus der Schlacht. Nun träumst du Höll und Tod.
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Und alle Flammen, welche dir zur Lust,
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Der Menschen Wohnungen verzehreten,
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Siehst du zusammenschlagen über dir.
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Dein ganzes Leben sei ein solcher Traum!
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Die Menschheit sehe sich dadurch gerächt,
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Weit mehr als durch des Schwertes schnellen Tod
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Den es Besiegten oft barmherzig schenkt.
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Kallmucken und Kosaken freß es schnell!
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Qualvolles langes Leben aber sei
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Das Los der Häupter über sie, die sie
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Wie Tigertier auf Menschen hetzen, Furcht
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Voraus zu senden über Stadt und Land
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Wohin der Krieger seine Waffen trägt!
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Nicht deines, Heldin, die sich auf den Thron
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Des großen Vaters, ohne Schwertes Schlag,
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Zu setzen wußte; lauter Gnad und Huld
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Wohin sie sieht, ausbreitet um sich her;
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Von Menschenmartern, Qual und Pein und Tod
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Stets ihre Majestät wegwendet; Blut
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Nicht sehen will, um ihren Thron nicht sieht:
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Denn du gabst nicht den schrecklichen Befehl:
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Die Wütriche, die Henker deines Reichs,
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Die noch zu Menschen nicht geworden sind,
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Kallmucken und Kosaken sollten ziehn,
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In Menschenland, zu wüten wider sie,
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Zu sein die Teufel deines Kriegesheers!
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So lange du, o Vater, vor uns her
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Die schreckliche Blutfahne trugst, und nichts
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In deiner Arbeit für das Vaterland
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Dein Leben achtetest, so lange floß
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Für jede Thräne deines Volkes Blut,
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So lange schlug das rächerische Schwert
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Nicht deinen sondern aller Menschheit Feind,
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Und mähete die ungeheure Brut
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Unmenschen weg, aus deines Gottes Welt.
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Aus einem Strome schwarzen Mörderbluts
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Trat ich mit scheuem Fuß auf einen Berg
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Von Leichen, sahe weit um mich herum
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Nun keinen zu erschlagen mehr, stand hoch
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Mit hohem Hals, warf einen scharfen Blick
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Durch Wolkengleichen schwarzen Dampf der Schlacht
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Nach dem Gesalbten, heftete auf ihn,
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Und den Gesandten Gottes, seinen Schutz,
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Die Augen und Gedanken fest. Und da,
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Da war es, Muse, (denn du warest nicht,
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Wo nur erschlagen nicht besieget ward)
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Als mich ein Mörder traf, als fast zugleich
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Und Patriot, hinsank, den schönen Tod
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Fürs Vaterland, nicht unwillkommen, starb,
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Ich aber ihn zu sterben noch nicht reif,
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Mit dieser Wunde weg getragen ward.
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Sing es, o Muse, singe Gottes Zorn,
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Geschwinder. Dein Gesang besänftige
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Den Höllenschmerz, er mache daß der Arm
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Der hier gebunden müßig liegen muß,
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Bald wieder frei sei, für das Vaterland
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Zu streiten. Deines edlen Freundes Tod
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Rächt er an den Barbaren auch noch gern,
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Wenn nur das Schwert nicht alle weggerafft.