8. Der Fabeldichter und das Würmchen

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim: 8. Der Fabeldichter und das Würmchen (1761)

1
Du Würmchen, du, von Menschen nur zu sehen
2
Mit Falkenaugen, was du bist,
3
Das möcht' ich wissen! Ach! dein Kriechen oder Gehen
4
(kaum kann ichs sehen, was es ist,)
5
Ist doch ein überlegtes Wandeln!
6
Was willst du? Willst du was?
7
Bist du Pythagoras?
8
Kommst du, zu sehn mein Thun und Handeln?

9
Komm näher, liebes Würmchen! komm!
10
O du! du Würmchen! wohnt in dir
11
Ein guter Geist? Was willst du hier?

12
Dich fragen:

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim
(17191803)

* 02.04.1719 in Ermsleben, † 18.02.1803 in Halberstadt

männlich

Dichter der Aufklärungszeit

(Aus: Wikidata.org)

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