An des Prinzen von Preußen Königliche Hoheit

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim: An des Prinzen von Preußen Königliche Hoheit (1761)

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Dem du nachahmen sollt,
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Dein
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Von Jugend an, gedacht,
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Einst groß zu sein, und ist, was er gewollt.

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Er ist des Vaterlandes Lust,
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Europas weiser Schiedesrichter,
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Held, Philosoph und Dichter.

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Was Antonin, und Cäsar, und August,
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Und Titus war, und mehr,
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Das alles,

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Um seinen Thron im prächtigen Berlin
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Stehn Grazien und Musen; ihren Tänzen
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Sieht er oft zu, sie werfen ihn,
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Nicht ohne Neid, mit ihren Lorbeerkränzen!

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Sein Waffenplatz erwartet ihn; er eilt,
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Ist Kriegesgott, sieht seine Fahnen fliegen;
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Ein Blick, der sie zusammen zieht und teilt,
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Gebeut, so schlagen sie, und siegen!

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Doch oft erholt er sich ein wenig
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Vom Ungemach der Monarchie;
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Dann hat das stille Sanssouci
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Den Philosophen, nicht den König!

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Da denkt er dann in seiner großen Seele
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Gedanken, wie die Marc-Aurele,
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Und liest –

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O
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Und trag' in seinen Büchersaal
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Dies Fabelbuch, dein Spiel!

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O! wenn es dann dem Könige gefiel
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Hineinzusehn! Dann hörte dein Äsop
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Vielleicht von Fern ein kleines Lob;
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Das würde dann mit neuem Mut
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Ihn allsobald beseelen!

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Und du! du dürftest nur befehlen,
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So würd' er kühn, und kurz und gut,
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Noch manche Fabel dir erzählen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim
(17191803)

* 02.04.1719 in Ermsleben, † 18.02.1803 in Halberstadt

männlich

Dichter der Aufklärungszeit

(Aus: Wikidata.org)

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