Man will die mannsüchtige Talestris im Bette sehen

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Johann Georg Gressel: Man will die mannsüchtige Talestris im Bette sehen (1716)

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Neugierig bin ich nicht/ doch dieses möchte ich
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Von Hertzen gerne sehn wie die
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In ihrem Bette stellt/ wenn ihr die Lüste kommen/
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Und ein verborgen Feur das Hertze eingenommen;
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Ich glaube/ ihr Gesicht wird dann mit Rosen blühn
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Die Lippen werden sich mit Scharlach überziehn.
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Der zarte Busen wird steiff in die Höhe schwellen/
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Und so ein Schwaanen-Bett der süssen Lust vorstellen.
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Die angenehme Schooß wird denn voll Feuer seyn
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Indem daselbsten zieht
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Die Flammen werden da als wie ein
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Daran ein lüstern Sinn sich wird erwärmen können.
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In diesen Stande wolt’ ich wol
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Ich wett’ sie ist alsdann noch tausend mahl so schön/
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Als wie sie sonsten ist/ wenn sich die Lilje leget
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Um ihre schöne Wang’ und silber Früchte träget.
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Doch wozu dient der Wunsch? da es doch nicht geschicht/
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Talestris sehe ich in ihren Bette nicht/
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Wer in den schönen Port sein Liebes-Schiff will lencken/
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Der muß zum Ancker-Gold viel

(Celander [i. e. Gressel, Johann Georg]: Verliebte-Galante/ Sinn-Vermischte und Grab-Gedichte. Hamburg u. a., 1716.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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