An eine Schöne

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Johann Georg Gressel: An eine Schöne (1716)

1
Durch deiner Augen-Gluth bin ich in Brand gesetzet/
2
Die wunder-schöne Brust hat Geist und Hertz verletzet.
3
Die Mienen schliessen mich in Band’ und Ketten ein
4
Leibeigen muß mein Sinn dem schönen Wesen seyn.
5
Weil ich nun deine bin/ und dir gantz zugehöre/
6
So nimm das Opffer an/ damit ich dich verehre/
7
Es ist mein Hertz so dir/ mein Schatz gantz zugethan/
8
Gib deines wieder her/ den Wechsel geh’ ich an.

(Celander [i. e. Gressel, Johann Georg]: Verliebte-Galante/ Sinn-Vermischte und Grab-Gedichte. Hamburg u. a., 1716.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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