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Prahlt nur, Sänger Lutetiens!
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Gleichet euren Gesang selber (so ziemt es sich!)
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Der unsterblichen Grazie
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Des Dircäers, und trotzt jenem, der Latiums
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Freiheitsmörder vergötterte!
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Warum solltet ihr's nicht? Habt ihr die Hoffnungen
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Eurer Könige, welche zur
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Kurzweil scharenweis euch fütterten, nicht erfüllt?
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Scholl nicht tausendmal euer Lied
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Aus den Schlünden des Ruhms? Haucht' es nicht tausendmal
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Wilde Gluten dem Jünglinge,
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Und der heiligen Brust blühender Mädchen ein?
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Billig werft ihr den Seitenblick
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Spöttisch über den Rhein, in das barbarische
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Land, wo Roßbach und Höchstädt noch
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Vom unmenschlichen Mord feinerer Franzen raucht!
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Billig schimpft ihr das rauhe Lied,
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(ach! kein Mädchen und kein witziger Höfling liebt's!)
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Das, in holpernden Tönen, Gott,
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Dieses Märchen! und ha! Freiheit und Vaterland
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Und altvätrische Tugend singt! –
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Doch laß ab, o Gesang! Spotte der Tändler nicht!
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Unbesorgt um den trägen Strauß,
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Der, dem Äther zu schwer, segelnde Schwingen dem
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Wind' ausspreitend, den Sand durchscharrt,
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Stürmt der Adler voll Stolz leuchtenden Sonnen zu!
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Tritt, gerüstet mit Kühnheit, auf,
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Und frag' jegliches Volk unter dem Himmel, frag',
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Welcher einzig noch Antwort hat,
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Selbst den Britten, ob er habe der Jünglinge,
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Die, von Fürsten unangefeu'rt,
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Hasser goldenen Lohns, Hasser weitstrahlender
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Pöbelehren, mit hohem Schwur
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Alles Leben nur dir, Tugendgesang, geweiht!
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Der allwissend in unser Herz
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Schaute, warum, o Gott, schwieg in der Rechten dir
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Der heimsuchende Donnerstrahl?
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Warum leuchtete sanftlächelnd dein Antlitz uns,
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Daß der Mond in dem Wiederschein
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Und der sternende Pol' lächelt', und ehrfurchtsvoll
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Jedes feiernde Lüftchen sank?
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Meine Brüder, Triumph! Uns hat gesegnet Gott!
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Kommt, umarmt mich, und reicht den Kranz
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Mir des heiligen Laubs, welches uns schattete!
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Uns gesegnet hat Gott! O kommt,
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Meine Miller, am Arm eures geliebten Hahn!
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Und du, welchem die zärtliche
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Wollustthräne den Blick trübet, o Hölty, komm!
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Seht den klopfenden Busen hier,
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Stolbergs Biedergeschlecht! Sieh ihn, mein Boie, du!
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Freiheit klopft er und Vaterland!
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Du, das strahlende Ziel nächtlicher Wachen und
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Thränenblinkender Stunden, wie
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Flammt dir einzig mein Herz, Vaterland! Vaterland!
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Ach, wie ring' ich, wie ring' ich, bald
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Wert des jauchzenden Danks deines erwählten Stamms,
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Und, Bastarde Thuiskons, und
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Schiele Nachbarn, zu sein eures Geknirsches wert!