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O du mit keinem Wort zu nennen,
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Den alle haben und verkennen,
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Den, selbst wer ihn mit Zwang verehrt,
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Auch vor ihm fliehend, noch begehrt.
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Selbst der, den du im sanften Bilde
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Des Weibs entzükst, wie jener Wilde
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Der gegen Todeswälle steigt
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Und dir, ja dir entgegen schweigt!
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O du wie anders als Schimäre
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Des Heuchlerdursts nach Pöbel-Ehre
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Dich, nein: nur sich der blöden Welt
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In deinem Kleide dargestellt,
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Und dennoch selbst in diesem Bilde
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Ihn nicht verlierst, den Stral von Milde
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Der im verzerrtsten Angesicht
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Noch Reste deiner Gottheit spricht.
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Alldulder! – dieser Ahndung Glük –
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Sonst alles – nimm es nie zurük!
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Laß mich es hegen, wie zuvor
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Als höchsten Reiz, den ich erkohr,
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An dem ich mich im stillen sonnte,
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Eh ich es wagen, sprechen konnte,
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Und dadurch mein Gefühl verlor.
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O du, dem alles, was wir geben
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Und geben können, Dank nur ist,
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Und doch der Ohnmacht im Bestreben
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Schon gleich mit Wohlthun nahe bist!
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Wer dankt dir, Gottheit – wenn wir brennen
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Und der umfangne, der dich singt
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Nicht bang in Scheiterhaufen springt.
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Wer hält uns, solchen Werth zu fühlen,
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Wer zieht der Nerven Saiten nur
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So hoch, als zitternd die Natur
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Sie ausgesponnen, dich zu spielen! –
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Wer dankt dir, daß du Schwachheit trägest
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Und Stärke bei der Ohnmacht liegt,
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Mit denen unsre Seele fliegt,
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Wenn Eigendünkel sie betriegt! –
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Und doch dieß Herz, wenn du es schlägest,
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Ein Zug von Stolz im Schmerz vergnügt,
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Mit dem es sich zu dir erhebet,
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Bis alle die Verwirrung fliehet,
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Und von der Höh' auf der er bebt
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Er eine Welt voll Segen siehet,
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Wo Demuth den Genuß belebt.
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O du, was ist, erschwäng, erhübe
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Sie gleich bis an den Himmel sich,
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Was ist des frömmsten Menschen Liebe
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Allsiegend Feuer! gegen dich?
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Giebts eine, die so wenig drükt
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So unabsichtlich groß entzükt,
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So vorbereitend vorbereitet,
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Nach jeder Fähigkeit beglükt
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Und wie die Sonne ausgebreitet
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Zu höherm Glükschwung jede leitet?
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Auch auf dem Hügel wo ich stehe
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Standst du, und Gott auf welcher Höhe
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Littst du, für das was ich von dir
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Erhielt – littst du den Tod dafür
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Den Tod und welchen! – welch ein Leben
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Dahinzuschleudern – welch ein Leben,
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Das Plan zu diesem Tode war,
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Ein langsam überlegtes Streben
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Nach unerbittlicher Gefahr!
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Bewußtsein – halte Gott! den Schwachen
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Nun Schritt vor Schritt den Weg zu machen
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Von dem kein Wesen wiederkam.
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Ach wo dich aus dem Todesnachen
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Verzweiflung in die Arme nahm.
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Sie that sich auf, sie eine Hölle,
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O liebenswürdger unter dir!
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Und Engel bebten an der Schwelle,
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Ach Engel bebten zu vergehen,
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Dich auf dem Weg dahin zu sehen,
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Und du, ein Mensch, du giengst ihn ab –
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Es schloß sich zu das geistge Grab;
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Und – Gott! mein Gott! nun über dir
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Und – Herr mein Gott – an meiner Stelle –
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Wer bin ich, der befreit vom Bann
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Das denken und noch leben kann!