An ein schönes Kind

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Friedrich Hebbel: An ein schönes Kind (1842)

1
Du blickst, um deiner Mutter Hals dich schmiegend,
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Mich hold und lächelnd an, ein sel'ger Stummer;
3
Die Wonne schließt den Mund, ihn lös't der Kummer,
4
Du brauchst die Sprache nicht, in Luft dich wiegend.

5
Doch jetzt, der Kraft des Lenzes still erliegend,
6
Durch Bienen eingefurrt und and're Summer,
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Von Duft betäubt, fällst du in tiefen Schlummer,
8
Ein Rosenblatt, in einen Brunnen fliegend.

9
O! würdest du der Maler und der Dichter
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Gewaltigster, du wirst durch all dein Ringen
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Das Höchste nie, wie jetzt im Spiel, verrathen,

12
Nie so das Schöne durch der Farbe Lichter,
13
Nie so das Reine durch dein frömmstes Singen,
14
Nie so das Menschlich-Göttliche durch Thaten!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hebbel
(18131863)

* 18.03.1813 in Wesselburen, † 13.12.1863 in Wien

männlich, geb. Hebbel

deutscher Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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