Mein Päan

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Friedrich Hebbel: Mein Päan (1841)

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Ich mögte auch einmal von Freiheit singen,
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Doch, ist der Drang auch groß, den ich verspüre,
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Wer sagt mir, wie viel Odem ihm gebühre?
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Mir däucht, zuvor muß ich den Flamberg schwingen.

5
Der Tag erst, wo um mich die Schwerter klingen,
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Wo ich, so wie ich jetzt die Saiten rühre,
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Mit eig'ner Faust mein gutes Eisen führe,
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Der Tag erst wird die rechte Antwort bringen.

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Auch dann noch fecht' ich still und stumm, gleich Allen,
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Die schweigend ihren Haß und Grimm getragen,
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Doch endlich wird mein Blut die Erde färben.

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Dann soll der Freiheit mein Päan erschallen,
13
Denn so viel Worte, glaub' ich, darf ich wagen,
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Als Odem zwischen Fallen bleibt und Sterben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hebbel
(18131863)

* 18.03.1813 in Wesselburen, † 13.12.1863 in Wien

männlich, geb. Hebbel

deutscher Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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