Doppelter Krieg

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Friedrich Hebbel: Doppelter Krieg (1845)

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Wie sollten sich des Schönen Priester hassen,
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Wie sollten sie unedel sie bekriegen!
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Ein Jeder wird dem Andern gern erliegen,
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Das heißt, sich gern von ihm bewirthen lassen!

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Doch freilich werden sie das Schwert erfassen,
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Den Pfuscher, der den Thron der Kunst bestiegen
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Und ihn schon dadurch schändet, zu besiegen,
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Weil dem vor Zorn die Götter selbst erblassen.

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Was ist es dort? Ein anmuthsvolles Ringen,
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Ob Einer leisten solle, ob genießen,
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Ob füllen oder leeren bloß die Schaale.

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Hier gilt's, den Pöbelfürsten zu bezwingen,
13
Den schnöde Wächter in den Tempel ließen,
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Damit er allen Musen Bärte male.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hebbel
(18131863)

* 18.03.1813 in Wesselburen, † 13.12.1863 in Wien

männlich, geb. Hebbel

deutscher Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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