Der Wein

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Friedrich Hebbel: Der Wein (1842)

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Du blinkst so hell und glänzend aus dem Becher,
2
Als wäre jeder Stral in dir zerronnen,
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Woraus du einst die Feuerkraft gewonnen,
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Die glühend jetzt entgegen schäumt dem Zecher.

5
Ich aber säume, reizender Versprecher
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Des Süßesten, und zähle all' die Sonnen,
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Die dich mit ihrem Netz von Licht umsponnen,
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Bevor die Traube reif erschien dem Brecher.

9
Ich sehe ihn, von Nächten und von Tagen
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Den reichen Zug, die, längst hinab gesunken,
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Dir scheidend all ihr Köstlichstes gegeben.

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Da mögt' ich fast im Geist vor dir verzagen,
13
Kaum an den Lippen, bist du ausgetrunken:
14
Wie zahle ich den Preis für so viel Leben?

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hebbel
(18131863)

* 18.03.1813 in Wesselburen, † 13.12.1863 in Wien

männlich, geb. Hebbel

deutscher Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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