5.

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Friedrich Hebbel: 5. (1841)

1
Gott weiß, wie tief der Meeresgrund,
2
Gott weiß, wie tief die Wunde ist!
3
Auf ewig schließ' ich drum den Mund,
4
Ich werde dadurch nicht gesund,
5
Daß, die sie schlug, sie auch ermißt.

6
Doch sie, die Welt, die das verbrach,
7
Sie schändet meinen stummen Schmerz,
8
Sie wagt die allerhöchste Schmach
9
Und ruft, nachdem sie's selbst durchstach,
10
Mir höhnend zu: Du hast kein Herz!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hebbel
(18131863)

* 18.03.1813 in Wesselburen, † 13.12.1863 in Wien

männlich, geb. Hebbel

deutscher Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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