Auf ein schlummerndes Kind

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Friedrich Hebbel: Auf ein schlummerndes Kind (1835)

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Wenn ich, o Kindlein, vor dir stehe,
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Wenn ich im Traum dich lächeln sehe,
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Wenn du erglühst so wunderbar,
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Da ahne ich mit süßem Grauen:
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Dürft' ich in deine Träume schauen,
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So wär' mir Alles, Alles klar!

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Dir ist die Erde noch verschlossen,
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Du hast noch keine Lust genossen,
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Noch ist kein Glück, was du empfingst;
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Wie könntest du so süß denn träumen,
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Wenn du nicht noch in jenen Räumen,
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Woher du kamest, dich erging'st?

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hebbel
(18131863)

* 18.03.1813 in Wesselburen, † 13.12.1863 in Wien

männlich, geb. Hebbel

deutscher Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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