An den Tod

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Friedrich Hebbel: An den Tod (1837)

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Halb aus dem Schlummer erwacht,
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Den ich traumlos getrunken,
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Ach, wie war ich versunken
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In die unendliche Nacht!

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Tiefes Verdämmern des Seins,
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Denkend Nichts, noch empfindend!
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Richtig mir selber entschwindend,
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Schatte mit Schatten zu Eins!

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Da beschlich's mich so bang,
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Ob auch, den Bruder verdrängend,
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Geist mir und Sinne verengend,
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Listig der Tod mich umschlag.

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Schaudernd dacht' ich's, und fuhr
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Auf, und schloß mich an's Leben,
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Drängte in glüh'ndem Erheben
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Kühn mich an Gott und Natur.

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Siehe, da hab' ich gelebt:
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Was sonst, zu Tropfen zerflossen,
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Langsam und karg sich ergossen,
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Hat mich auf einmal durchbebt.

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Oft noch berühre du mich,
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Tod, wenn ich in mir zerrinne,
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Bis ich mich wieder gewinne
24
Durch den Gedanken an dich!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hebbel
(18131863)

* 18.03.1813 in Wesselburen, † 13.12.1863 in Wien

männlich, geb. Hebbel

deutscher Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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