Ein nächtliches Echo

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Friedrich Hebbel: Ein nächtliches Echo (1838)

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Blitzend
2
Zieh'n die Sterne auf am Himmelsrand,
3
Spritzend
4
Senkt der Thau sich auf das durst'ge Land.

5
»liebe!«
6
Singt der Knabe in die Nacht hinein.
7
»liebe!«
8
Klingt es wieder aus dem Myrthenhain.

9
Säuselnd
10
Schleicht der Wind durch die gewürzte Luft,
11
Kräuselnd
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Jeden Blütenzweig voll Hauch und Duft.

13
»o Traum!«
14
Ruft der Knabe aus in süßem Schmerz.
15
»o Traum!«
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Hallt's zurück, als hätt' die Nacht ein Herz.

17
Knabe
18
Glaubt entzückt, was Seel' und Sinn ihm füllt,
19
Habe
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Schmeichelnd sich in Luft und Duft gehüllt.

21
»komm! Komm!«
22
Quillt es ihm aus heißer Brust hervor.
23
»komm! Komm!«
24
Spielt es lind und weich ihm um das Ohr.

25
Seine
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Seufzer giebt der Wald ihm treu zurück,
27
Keine
28
Himmlische Gestalt erscheint dem Blick.

29
»nur Schall!«
30
Ruft er endlich, und er ruft nicht mehr.
31
»nur Schall!«
32
Klingt es hinter dem Verstummten her.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hebbel
(18131863)

* 18.03.1813 in Wesselburen, † 13.12.1863 in Wien

männlich, geb. Hebbel

deutscher Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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