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Als, rings umpflanzt mit wolkenhohen Thürmen,
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Das stolze Wien mir aus den Augen kam,
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Und, vor der Gluth der Sonne mich zu schirmen,
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Der Brühl mich d'rauf in seine Schatten nahm,
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Verschwur ich mich bei mehr als zwanzig Göttern
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Mit einem Eid: die Sonne sollte nicht
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Zum zweitenmal den Berg herüberklettern,
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Es läge denn das stattlichste Gedicht,
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So elegant, wie meines Wissens keiner
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Im deutschen Reich, als etwa Unsereiner
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Zu schreiben pflegt, an dich, o Freund! bereit.
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Doch da nun schon wir Dichter jederzeit
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Bei'm Layenvolk für Lügenschmiede galten,
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So ließ es denn auch meine Wenigkeit,
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So sehr ich sonst der Mann bin, Wort zu halten,
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Dem Handwerksbrauch zu Liebe, hübsch beim Alten;
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Denn wirklich hat bereits zum viertenmal
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Die kühle Nacht nun Flächen, Berg und Thal
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Und Feld und Wald mit Dunkel rings umhüllet,
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Und dennoch ist mein Eidschwur unerfüllet,
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Und blieb es auch, hätt' ein Gewitter hier
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In's Gartenhaus mich nicht hereingeschrecket,
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Und hätte nicht der Donner über mir
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Mein schlafendes Gewissen aufgewecket.
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So höre denn, was meine Neubegier
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Von Ort zu Ort auf meiner Fahrt entdecket.
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So wie ich mich durch einen breiten Strom
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Von wallendem Getraide durchgewunden,
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Stand Medling da, wo Gänse, wie zu Rom
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Im Kapitol, am Thore Wache stunden.
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Von dannen ging's ganz sachte durch den Brühl,
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Wo plötzlich jüngst der Rest von alten Mauern
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Auf einem Fels, zu dem man ohne Schauern
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Nicht aufseh'n kann, mir in's Gesichte fiel.
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Hier hatten einst in jenen Ritterzeiten,
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Als man hierland's Begier und Muth zu streiten
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Noch höher hielt, als Wissenschaft und Witz,
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Viel Herzoge von Oestreich ihren Sitz.
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Nun schlängelte die schmale Bahn sich mitten
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Durch Klippen fort, und durch das frische Grün
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Des Wienerwalds, an Bächen, die mit Hütten
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Umzingelt sind, bis zu dem Ziele hin.
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Hier leb' ich nun so ziemlich abgeschieden
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Von eu'rer Welt und ihren Plackerei'n,
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Daß ich nicht weiß, wie's ausser meinem Hain
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Indessen geht, ob Krieg ist oder Frieden.
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Heut morgens, Freund! als kaum die Sonne sich
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Den Berg empor an meine Fenster schlich,
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Ging alsogleich die Reise nach der Klause
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Zum heil'gen Kreuz. Hier prangt vor der Karthause,
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Schön angelegt, ein Kreuzgang, der vielleicht,
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Wohl nicht so viel dem Weg zur Schädelstätte,
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Als einer Bahn zum Paradiese, gleicht;
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Denn links erhebt sich eine kleine, nette
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Einsiedelei, mit Bäumen rings besetzt,
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Zur rechten winkt die niedlichste Kapelle
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Zur Andacht hin, wobei die schönste Quelle,
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Rein wie Krystall, ein Rasenplätzchen netzt.
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Im Stifte selbst fand ich mit Mißvergnügen
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In einem Saal so manche Seltenheit
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Bei Spielwerk oft, das höchstens Kinder freut,
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Unordentlich wie Kraut und Rüben liegen.
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Nebst andern ragt ein schöngeschnitztes Chor
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Im Mittelpunkt des Tempels hoch empor,
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Das einst ein Mönch, den, wie's so manchem gehet,
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Kein guter Geist zur Reimerei entzückt,
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Mit einer Art von Versen ausgeschmückt,
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Wovon mir noch das Haar zu Berge stehet.
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Lies sie nur selbst, kein Sylbchen ist verrückt:
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Noch hätt' ich dir, mein Bester! vielerlei
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Von Bonzenstolz, Verstellung, Gleißnerei,
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Unwissenheit und feisten Ordensbäuchen,
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Von kupf'rigen Gesichtern und dergleichen
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Allein ich mag mir keinen Scheiterhaufen
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Im Höllenpfuhl durch meine Zunge bau'n;
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Was hat denn auch ein Laye d'rauf zu schau'n,
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Ob Mönche sich kasteien oder saufen;
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Auch galoppirt bereits in vollem Lauf
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Die düst're Nacht in ihrem Trauerwagen,
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O Theuerster! den Horizont herauf,
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Und zwinget mich, dir Lebewohl zu sagen.