Der evangelische Bauernjunge, in der katholischen Kirche

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Aloys Blumauer: Der evangelische Bauernjunge, in der katholischen Kirche (1776)

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Vater hört's nur Wunder an!
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Wann is nur erzählen kann,
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Was darnächst an Feiertägen
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In der grossen Stadt is g'schegen,
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Woas nit, wo i z'erst anheb,
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Was ihm vor an Namen geb;
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Sag enk, solche Sachen g'schegen,
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Es vergeht am's Hörn und Segen.

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Mitten war a Haus, o Hee!
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Das geht enk so weit in d'Höh,
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Vater! wett' um unsern Schimmel,
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D'Rauchfäng g'langen bis an Himmel
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Und da drina geht's erst zue,
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Oans thut seufzen, s'andre schrein
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Nir als lauter Narrathein:
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Gold'ne Männer schwarz und gre
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Stenga bockstarr in der Höh,
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Hat dermeni Mandl gebn,
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Ochs und Esel a darnebn,
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Nackette am ganzen Leib,
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Und a schön aufputztes Weib,
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Grosse Männer, klani Kindel,
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Allerhand so g'spassigs G'sindel,
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Aber alli saan so frum,
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S'red't und deut, und schaut kanns um;
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Aber s' gfallt mir gar nit recht,
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Daß a Schind'r und Henkersknecht
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In das schöne Haus hingengen,
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Dorten schinden, köpfen, hängen:
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A! den habens recht zug'richt,
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Grausam, wann mans nur ansicht,
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Hab'n ihn gaselt, und ang'nagelt
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Daß ihm 's Herz im Leib hat g'wagelt,
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Alles ging so wunderli,
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I wust gar nit, wo i bi.

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Oben kommt durch d' Mauer g'schloffen
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A weiß Mandl, das war b'soffen,
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Hebt er glei zu greinen an,
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That sie giften wie a Han;
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Flucht enk d' Höll, und Teufel zoma,
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That se vor kaan Menschen schoma,
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Macht am recht um's Herz so schwar,
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Dacht nur, wann i draussen war:
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Kunnt sein Spaß recht ernstli machen,
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That a nit a Bissel lachen.

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Neben meiner war a Weib
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Hat an dürren hagern Leib,
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Ich hätt's gar gern wissen mögen,
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Ob's auf d'Wochen nit wird regen:
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Hat was mitma Schnierl than
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Lauter schwarzi Kügerl d'ran,
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Die konnt mehr als Bier'n braten
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Is a Her, habs glei darathen:

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Mitma Stangel kummt a Mann,
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Kunti! was der Kerl kann:
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Das war a kurioses Wesen.
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Den saans alli schuldi g'wesen,
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A Zauberei am Stangel hing,
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Das macht alleweil kling kling:
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Wann ers am nur hin that recken
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Mußt' er glei a Geld d'rein stecken:
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Hab dem Vogel gar nit traut,
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Weil er so verzwickt ausschaut,
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Is enk schlau um d' Leut rumg'schlichen,
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Aber, bin ihm glei ausg'wichen:

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A Kastel in am Winkel war,
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Und da drina hock'n a Paar,
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Das hat zwar verdächti g'schina,
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Hab g'mant, s'seyn zwa Madel drina;
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S' andre schien wohl wie a Mann,
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Aber 's hat an Küttl an.
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Die zwa kunten ihre Sachen
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Mit anand recht hamli machen.

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Rückwärks that der Hausherr steh'n
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In am Eck recht wunderschön:
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Hint und vorn a lauter Borten
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Es war gar ka Herr so dorten,
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Bild't si a an Baz'n ein
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Wie halt grosse Herren seyn,
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Hat er nur a Bissel g'spiert,
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Daß sie wer nit frum aufführt,
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That er wegen gringa Sachen
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An abscheilichs Prozmaul machen,
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Kurz, der Kerl is a Haad,
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Sagt zum andern, glei seyds stat.
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Hinten war a grosser Boden,
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Stunden alte Männer droben,
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Klani Bubmer a dabei
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Was nit, an zween oder drei,
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Und a Madel unter ihna,
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Die hats treffli macha kina,
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A jed's hat an Zedl g'hat,
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Schwarze Hacken, krumm und grad,
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D'r ane hat das Maul aufg'rissen,
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D'r andre hat in Prigel bissen.
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A jeder hat was anders g'macht.
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An'r hat zant, der andre g'lacht,
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Triebens, als obs narrisch waren,
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Thaten wie die Kälber plaren:
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S' Madel streckt die Gurgel r'aus,
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Zwitscht enk grad als wie a Maus,
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Die andern haben durch die Nasen
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Gnaurt, und wie die Haltar blasen,
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An alter Mann beim Kasten soß
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Voller Hölzl klan und groß,
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S' oft er hat a Holz angriffen,
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So hat a Hörnl im Kasten pfiffen:
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Aner hat a Butten g'habt,
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Da hat er d'rauf her umer tappt,
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Zwickt, und zwackt mit Hand und Füssen,
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Das die Butt'n schrein hat müssen,
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Oft steht aner an der Seit,
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Der den andern allen deut,
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S' sollen a weni stille schweigen,
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Thaten d' Narren no mehr schreigen;
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Hab'n auf a kupfers Häf'l klopft,
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Da habi d' Ohren glei zug'stopft,
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D' andern, die beim Hof'n sassen,
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Hab'n in 'n langen Trachter blasen,
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S' hat grewellt auf jeden Schlag,
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Hab g'mant s'is der jüngste Tag:
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Allen Leuten kommt a Graus,
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S' sehen dumm und damisch aus:
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D' Weiber thaten fast verzagen,
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Seufz'n, und than auf d' Mieder schlagen.
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Vorn da stund a mächtiger Mann,
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Hat 's Hemmet über d' Hosen an;
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Der kunnts recht bagschierli machen,
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Daß man sie möcht narrisch lachen,
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That bald knien, und bald steh'n,
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Rechts und links und rückwärts geh'n,
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Bald that er sie umadrahen,
133
Und bald wie die Hahna krahen:
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A goldnes Ding gar wunderschö
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Das hebt er übern Kopf in d' Höh:
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S' kunt d' alten Weiber recht daschrecken,
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Daß sie d' Arsch hint aussi recken;
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Der Mann trinkt a recht gern an Wein,
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Die Buebma schenk'n ihm fleissig ein:
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Hungri is er a wohl g'wesen,
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D'rum hat'r Papirl gessen;
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Aber es war a geiziger Mann,
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Gab seinen Kindern nichts davon,
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Müessen nur so sinnli schauen,
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Wie er thats' Papirl kauen:
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Sobald er hat was türkisch g'sagt,
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Hat er den Becher in's Tischtuch packt,
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Und hernach that er nur kraisten,
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Und den Buebma'n was vorfaisten,
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Weil er hat s' Papierl g'schlückt,
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Hats ihm brav in d' Därmer zwickt,
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That st gar nit schön aufführen,
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D' Buebma muestens freili g'spüren,
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Kaner kunt enks mehr aussteh'n,
155
S' muesten um a Glutpfann geh'n,
156
Und mit Pech und solchen Sachen
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Hinter ihm an Rauchen machen.
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Oepper, daß er blind sein mag,
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Weil er ihm beim hellen Tag
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Unten, oben, vorn und hinten
161
So viel Leuchter laßt anzünden!
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Thoret muß er a wohl seyn,
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Weils so stark vom Boden schrein,
164
Weil die Buebma öfters deuten,
165
Und ihm vor den Ohren läuten.
166
Und sie hab'n ihn hint und vorn
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Wie 'ra Huern d'Haut abg'schorn;

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Endli nahm der G'spaß an End,
169
Da kriegt er a Bierst'n in d'Händ,
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De that er ins Scherbel tauken,
171
Und damit die Leut ausjauken,
172
Vater! wier ka Narr nit seyn,
173
Geh enk nimmer in's Haus hinein,
174
Denn wie leicht könnt am der Mann
175
Oeppa so a G'spassel than,
176
Und derwischet an bein Flügeln,
177
That an fein hübsch uma prügeln.
178
Weit davon ist gut für'n Schuß;
179
Wer nit kummt, hat koan Verdruß!
180
Laß sie Hockus Pockus treiben,
181
Und die Narren Narren bleiben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Aloys Blumauer
(17551798)

* 21.12.1755 in Steyr, † 16.03.1798 in Zum eisernen Mann

männlich, geb. Blumauer

österreichischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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