[6] Beschreibung der Römischen Käyser, von Julius Cäsar an, biß auf den Augustulus

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Friedrich Rudolph Ludwig von Canitz: [6] Beschreibung der Römischen Käyser, von Julius Cäsar an, biß auf den Augustulus (1676)

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Erst macht sich Julius Roms Freyheit unterthan,
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In dem verwirrten Reich folgt ihm Octavian.
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Tiberius, nach ihm, ist voll von bösen Tücken,
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Und an Caligula sonst wenig zu erblicken,
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Als Grimm und Aberwitz. Der dumme Claudius,
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So gleichfals ein Tyrann, erlebet den Verdruß,
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Daß sein verbuhltes Weib mit andern sich vermählet.
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Wie wird der Christen-Schaar zu Nerons Zeit gequälet!
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Der ietzt durch Mutter-Mord, durch angelegten Brand
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Und tausend Grausamkeit der Nachwelt noch bekannt.
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Als Galba fällt durch Geitz, wird Otto zwar erkohren,
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Der aus Verzweifflung doch, nachdem die Schlacht verlohren,
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Sein eigner Mörder ist. Vitellius, verhaßt,
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Weil er in Schlemmerey viel Gut und Blut verpraßt,
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Wird, wie ein Aaß, geschleppt. Vespasianus Güte
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Beglückt das Käyserthum. In Titus groß Gemüthe
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Ist alle Welt verliebt; wiewol die heilge Stadt
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Des Himmels schwehren Zorn durch ihn empfunden hat.
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Ihm folgt Domitian, sein Bruder, der am Blute
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Der Bürger sich ergötzt, der Christen zweyte Ruthe;
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Biß endlich Nerva kommt, gleich, da die Zeit verfließt
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Der ersten hundert Jahr, die er mit Ruhm beschlüßt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Rudolph Ludwig von Canitz
(16541699)

* 27.11.1654 in Berlin, † 11.08.1699 in Berlin

männlich

deutscher Diplomat und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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