Unter Rosen und Jesminen

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Christian Felix Weiße: Unter Rosen und Jesminen Titel entspricht 1. Vers(1765)

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Unter Rosen und Jesminen
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Fand den letzten Frühlingstag
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Mops die Chloe, die im Grünen
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Ueberrascht vom Schlummer lag:
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Weste spielten mit dem Kleide,
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Und des Busens leichten Flor:
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Und der Gott der Lieb und Freude
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Guckt aus jedem Strauch hervor.

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Mops wirft neben ihr sich nieder,
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Kneipt sie, bis er sie geweckt:
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Sie seufzt, schmählet, seufzet wieder,
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Fragt, warum er sie erschreckt?
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»weißt du, was du mir versprochen?«
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Ruft Mops; »jetzund halt es fein!
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Es sind, dünkt mir, schon vier Wochen; – –
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Gelt? so lange muß es seyn?«

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Chloe wundert sich der Fragen,
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Lächelt ja, und saget: Nein!
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Ich? versprochen? kannst du sagen!
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Glaube mir, es kann nicht seyn.
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O, ruft Mops, wollt ich nur schwören
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Doch Amynt belauscht uns ja:
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Gleich sollst du es selber hören;
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Ja, ich such ihn, warte da.

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Nein, ich will ihn lieber suchen,
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Sagte Chloe, warte du,
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Und sie lief den stillen Buchen,
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Wo Amyntas weidet, zu.
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Mops bleibt voll Erwartung stehen;
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Doch, wie lange wartet er?
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Man würd ihn noch warten sehen,
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Wenns nicht Nacht geworden wär.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Felix Weiße
(17261804)

* 28.01.1726 in Annaberg-Buchholz, † 16.12.1804 in Stötteritz

männlich, geb. Weiße

deutscher Schriftsteller und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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