Wohl und Weh

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Johann Martin Miller: Wohl und Weh (1772)

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Wohl, und immer wohl dem Mann,
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Der sein Liebes sehen kann!
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Der, mit wonniglichen Küssen,
4
Darf in seinen Arm es schließen!
5
Wohl, und immer wohl dem Mann,
6
Der sein Liebes sehen kann!

7
Aber weh dem armen Mann,
8
Der nichts Liebes sehen kann!
9
Der, wie ich, in Minnebanden,
10
Trauern muß in fremden Landen!
11
Weh, und immer weh dem Mann,
12
Der nichts Liebes sehen kann!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Martin Miller
(17501814)

* 03.12.1750 in Ulm, † 21.06.1814 in Ulm

männlich, geb. Miller

deutscher Theologe und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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