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Das dreimal Drei der Musenschar,
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die heilge Vier der schönen Horen,
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die Grazien im goldnen Haar,
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und Bacchus und Apoll, mit Amorn und mit Floren,
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frühstückten sämtlich bei Auroren
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am ersten Tag im Januar.
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Merkur, der nicht erwartet war,
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kam aus des Luftmeers dünnen Wogen
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à la Montgolfier geflogen,
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und, »Friede«, sprach er, »sei mit Euch!
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Euch Göttervolk im Himmelreich,
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zu nichts als ewger Lust erzogen,
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sind freilich alle Tage gleich.
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Allein, dort unten auf der Erden
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ist heut der erste Januar;
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der pflegt daselbst gar sonderbar
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von Groß und Klein chommiert zu werden,
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denn heute gilt's fürs ganze Jahr.
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Die Leute die was zu geben haben
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beschenken einander mit kleinen Gaben;
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doch, wer nicht schwer am Seckel trägt,
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und lieber ihn sich füllen ließe,
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schleicht tiefgebückt heran und legt
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Ihr, denen's an Gaben nicht gebricht,
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Wohlan, ihr lieblichen Göttinnen,
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erinnert euch die schöne Pflicht
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der Dankbarkeit und Liebe nicht,
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auf Gaben für eine Fürstin zu sinnen
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die, eure Freundschaft zu gewinnen,
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euch stets die schönsten Kränze flicht?
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die Erste eurer Priesterinnen!«
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Die Damen in Aurorens Saal,
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indem sie ihren Nektar schlürfen
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beschäftigt, denk ich, mit Entwürfen
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von Putz zum nächsten Götter-Bal,
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entschuldigen sich allzumal.
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»was könnt Olympia bedürfen?
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Hat Mutter Natur von Kindheit an
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nicht alles schon für Sie getan?
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ihr Bestes nicht an Ihr verspendet?
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Hat nicht Ihr eigner Genius
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die Arbeit der Natur vollendet?
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Und macht was mancher Mann auf us
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wohl unbegriffen lassen muß
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nicht täglich noch Ihr Fleiß sich eigen?
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Jedoch, zu allem Überfluß,
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und bloß den guten Willen zu zeigen,
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da, lieber Herr Merkurius,
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pack er, was wir von unsern Dingen
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in aller Eil zusammenbringen,
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hübsch sauber auf, dann flieg er frisch
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und leg's der Fürstin auf den Tisch.
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Nur sei er honett, Herr Seelenzwinger,
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und mach er keine krumme Finger!«
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Jetzt ging's, mit einer Schwärmerei
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die man von ihnen nur vor zwei
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Minuten nicht vermutet hätte,
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an ein Begaben in die Wette.
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Die Pieriden, als ihrer Neun,
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wollen, wie billig, die ersten sein.
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Man mußte nach ihrem Gewimmel denken
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sie hätten gewaltig viel zu schenken.
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Doch, da sie ihren ganzen Kram
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durchsucht, bestunden sie mit Scham.
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Sie selber hatten schon vor Jahren
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der Fürstin in die sie vergeistert waren
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mit allem was der Musensitz
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hervorbringt an Geschmack und Witz,
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(ohn auf die Zukunft was zu sparen)
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mit jedem Talent und jedem Trieb
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der es entwickelt, so reich versehen,
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daß nun den guten alten Feen
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nichts mehr zu geben übrig blieb.
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Apoll, auf den sie um Beistand sahn,
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nahm ihrer sich aus Mitleid an.
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»ich selber wüßte, bei meinem Leben!«
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sprach er, »Olympien nichts zu geben
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das Sie nicht besser hätt – Allein,
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betreffend die Herrn und Fräulein fein,
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die Ihr als Commensalen dienen,
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(doch nichts für ungut!) bei manchen von ihnen
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mag dies der Fall nicht immer sein.
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Drum dächt ich wir schickten insgemein
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zur Notdurft der Dipnosophisten,
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die unsre Fürstin in Ihrer Pfalz
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bei Tafel zu amusieren gelüsten,
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Ihr einen Zentner – Attisch Salz.«
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»der Einfall hat sich traun! gewaschen«,
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fällt Bacchus, der Freudengeber, ein:
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»ich selber lege dreihundert Flaschen
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dazu, von meinem besten Wein;
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die Herren werden im Einfall-Haschen
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dabei nur desto prompter sein.
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Was auch die Kammerherren sagen,
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der Wein gibt Witz und stärkt den Magen.«
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Jetzt traf die Grazien die Reih:
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Die fanden, ohne sich lang im Busen
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zu krabbeln, daß der Fall der Musen
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just auch ihr eigner casus sei.
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»was wir nicht selbst an Sie verschwendet,
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das«, sagten sie, »hat Sie uns, so fein
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daß man Ihr's gern verzeiht, entwendet:
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Wir könnten leicht genötigt sein
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am Ende gar heut oder morgen,
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anstatt zu geben, bei Ihr zu borgen.«
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»auf diesen Fall«, fällt Amor ein,
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»ist euch kein bessrer Rat zu geben
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als Tag und Nacht Sie zu umschweben,
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und, ohne zu merkliches Bestreben,
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die Pfade von Ihrem schönen Leben
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mit euern Rosen, als sproßten sie eben
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von selbst hervor, zu überstreun.«
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Die Rede gefiel den Dirnen wohl,
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und man beschloß, ein Körbchen voll
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sogleich Merkuren mit zugeben.
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»noch eins«, sprach Phöbus, »fällt mir bei;
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sag Ihren Leib- und Mund-Poeten,
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wir hätten uns die Kuppelei
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für ein und allemal verbeten.«
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»ich«, sprach jetzt Flora, »habe mir,
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Olympien meine Dienstbegier
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zu zeigen, Ihren Hain erwählt,
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wo freilich dies und das noch fehlt.
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Maßregeln hab ich schon genommen,
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laßt mir nur erst den Frühling kommen!«
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Die Hören stimmten im Chorus ein
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und alle Göttinnen und Götter
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gelobten Ihr, nebst schönem Wetter
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zu dichten, zu würken und zu wachen
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um Ihren auserwählten Hain
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zu einem Paradies zu machen.
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»was mich betrifft, so hab ich zwar«,
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sprach jetzt der Liebesgott, »fürwahr,
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mich wenig Ihrer Gunst zu rühmen.
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Denn ich verschoß an Ihrem Stolz
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vergebens manchen schönen Bolz.
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Dagegen ist mein Bruder Hymen
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für große unverdiente Huld
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um desto mehr in Ihrer Schuld.
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Doch, brotzen würde mir übel ziemen.
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Gern halt ich Ihren Schlägen still,
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und, wenn Sie meines Diensts nicht will,
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so ist mir's doch schon viel Genuß
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daß Sie Sich lieben lassen muß.
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(das kann der Herr ins Ohr Ihr sagen.)«
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Mit allem was man ihm aufgetragen
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bepackt, war Herr Merkurius
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in seinen Aërostatischen Wagen
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zu steigen eben im Begriff:
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als, keuchend, mit einem großen Ranzen
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voll teutscher Zitronen und Pomeranzen,
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Pomona in den Weg ihm lief.
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»ein einzig Wort, Herr Vetter«, rief
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die gute Frau: »bring er, ich bitt,
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der Fürstin diese Früchte mit;
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Sie sind von meiner eignen Zucht,
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sind gut (halb Teutschland hat's versucht)
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und gehn, so helf mir Sankt Walpurg!
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von London bis nach Petersburg:
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sind, ohne Ruhmred, extrafein,
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gesund und wohlfeil oben drein;
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zwölf Körbchen (trotz dem leidigen Schweitzer!)
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vier Gulden nur und dreißig Kreuzer!«
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Merkur nimmt ihr die Körbchen ab,
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und sinkt zum Erdenball hinab.
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Und hier ist auch mein Märchen gar,
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Im übrigen, Prost das neue Jahr!