Es wurde dunkel auf den Gassen

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Georg Weerth: Es wurde dunkel auf den Gassen (1845)

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Es wurde dunkel auf den Gassen,
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Da schlichen sie ins letzte Haus,
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Sie täten stumm die Gläser fassen
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Und tranken trübes Bier daraus.
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Erst als die Mitternacht gekommen,
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Da hat ein Alter das Wort genommen:

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»wohl hab ich lang auf Gott vertrauet,
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Denn dieser, sagt man, lenkt die Welt,
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Und mit dem Pflug hab ich bebauet
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Mein schönes grünumgebnes Feld.
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Doch ach, was half der Felder Prangen?
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Bin hungrig oft zu Bett gegangen.«

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»und wir, wir führten manche Jahre
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Die Spindel schon mit rascher Hand,
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Wir spannen Fäden, fein und klare,
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Zu warmem wollenem Gewand.
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Doch ach, was auch die Hände taten –
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Sind selber nie in die Wolle geraten.«

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Und andre sehr gemeine Leute –
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Man sah's am schlechten schäb'gen Rock –
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Sie sprachen: »Fast es uns gereute,
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Daß wir gepflanzt den Rebenstock.
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Ob lustig sprühn des Weines Funken,
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Wir haben selbst nur Wasser getrunken!«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Georg Weerth
(18221856)

* 17.02.1822 in Detmold, † 30.07.1856 in Havanna

männlich, geb. Weerth

| Malaria

deutscher Schriftsteller, Satiriker, Journalist und Kaufmann

(Aus: Wikidata.org)

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