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A und O du grosser Gott /
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mein Gott / mein Gott in der Noht!
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welches Krafft kan alles machen /
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dessen Sinn weiß alle Sachen /
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dessen Seyn das Höchste Gut /
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der auch lauter Gutes thut;
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ob- und unter allen schwebend /
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ausser-und in allen lebend /
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unter allen ungeschmäht /
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inner aller unverschlossen /
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ausser allen unverstossen /
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über alls mit Herrsch-Gewalt /
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untersich als Aufenthalt;
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alls begreiffend' ausser allen /
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drinn erfüllend nachgefallen /
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wird darinnen nicht gedrängt /
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noch heraussen was verlängt;
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unten unbetrübt im walten /
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oben auch ununterhalten /
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Welt-bewegend unbewegt /
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hätst all Oerter ungehegt;
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wandelst unverwandt die Zeiten /
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flüchtigs stillst ohn Flüchtigkeiten;
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nötige noch äusre Krafft
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endert dein' Ureigenschafft.
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Was vorbey / was soll geschehen /
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kanstualls vor Augen sehen:
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ja es ist dir allzeit heut /
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deine Vorsicht / wacht in allen.
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Schaffst auch alles nach gefallen.
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Zu dem Bild des Höchsten Sinn /
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ordnest die Urwesen hin.
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Nun der wahre Gott in diesen /
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Drey in einem / wird gepriesen:
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in dem Wesen Einigkeit /
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Drey-Persöhnlich doch allzeit.
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In Personen keine eher /
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keine kleiner / keine höher.
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Der gebohrn / dem Vatter gleichet /
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gleich mit Wesen ist bereichet:
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ist des Vatters Bild und Strahl /
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Schöpfer und Geschöpf zumahl;
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ist an Macht nicht minder mächtig /
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an Gestalt und Seyn gleich prächtig;
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so viel jener / so viel der;
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welches jener / solches er.
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Aus was der / er auch in gleichen /
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kan in allem ihn erreichen.
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Vatter / einer der gebahr;
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Sohn / der / der gebohren war;
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und der Geist von beeden gehet:
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Drey-ein-wesend Gott bestehet.
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Wahrer Gott muß jeder seyn:
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doch nicht Götter / Gott allein.
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Gott der Sohn / mit Fleisch umgeben /
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wolt mit Fleisch bekleidet leben.
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Du der ewig-Zeitlich bist /
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der Unsterblich ewig ist:
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wahrer Gott / und Mensch gebohren /
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Gott und Mensch / doch unverloren.
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Gott ist nicht ins Fleisch versetzt.
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durch das Fleisch auch nicht verletzt.
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dieses nur der Höchst' annahm /
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unverzehrt durch Gottheits-Flamm.
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Nach der Gottheit jenem gleichet /
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nach der Menschheit ihm doch weichet:
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Gott muß Gottes Vatter seyn /
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Mutter eine Jungfrau rein.
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in so neuen seltnen Banden /
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zwo Naturen sind verhanden.
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Er behielte / was er war:
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was er nicht / sie auch gebahr.
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Unser Mittler und Vorsprecher /
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unser Höll-und Tod-Zerbrecher /
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ließ beschneid-und tauffen sich;
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ward gekreutzigt / starb für mich;
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fuhr hinab die Höll zu stürmen;
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stund' und fuhr' auf / uns zu schirmen /
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zu dem klaren Himmel-Liecht /
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daß er alle Welt dann richt.
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Und das unerschaffne Weben /
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ohn Geburt und Seyn-Anheben /
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das dem Sohn und Vatter gleicht /
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als ihr Geist aus beeden streicht.
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Die selbständig Gottheits-Flammen /
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die beständig hält zusammen /
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Gott / ist unveränderlich /
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läst auch nicht verwandlen sich.
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Dieses ist das wahre glauben /
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sonder falsche Irrthums-Schrauben.
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Wie ich sage / glaub' ich auch /
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gib nicht nach dem bösen Brauch.
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Guter Gott! daher ichs wage /
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ob wol böß / doch nicht verzage.
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Hab' ich schon den Tod verdient:
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hat mich doch dein Tod versühnt.
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liebst du mich / ich nichts verlange
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als den Glauben / der Sieg-prange
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ohne schauen; bitt' allein /
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brich die Bande meiner Pein.
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In den Pflastern deiner Wunden /
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wird der Kranken Heil gefunden.