O göldner Vorjahrs-Schein/

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Arno Holz: O göldner Vorjahrs-Schein/ Titel entspricht 1. Vers(1896)

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O göldner Vorjahrs-Schein/
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brächstu doch bald herein!
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Noch Ein-mahl möcht ich sehn
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die Kindgens Kräntze drehn!
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Itzt pfeifft der Wind auß Pohlen/
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dan dantzt man auff Violen/
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dan hängkt ob grüner Au
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die Lufft Hertz-Himmelblau;
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ümb bundte Kiesel schwäzzt der Bach/
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der Gukguk rufft das Echo wach!

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Frau
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dan in ihr Hifft-Horn stöhßt/
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ihr Kleid auß Doppel-Dafft
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weht zihrlich auff-gerafft!
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Sie hat mich gantz besessen/
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ich kan es nicht vergessen/
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alß ich im braunen Hahr
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noch jung und frölig war!
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Da machten uns vergnügten Sinns
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die gelben Himmels-Schlüsselgins!

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Wir saßen Hand in Hand/
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manierlich und galant/
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kein Lüfftgen blihß durchs Moos/
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wir lihßen uns nicht lohß/
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wenn das besüsste Lallen
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der kleinen Nachtigallen
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mich offt mit sanfftem Drang
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ihr für die Knye zwang.
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Mein Hertzgespan/ mein Augendrohst!
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Wie hat sie mich dan lihb-gekohst!

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Sie hat mir manche Nacht
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den Rihgel auff-gemacht;
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waß heymlig dan geschehn –
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kein Mäntsch hats zugesehn!
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Ich lag ihr fäst am Hertzen/
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ich pflag mit ihr zu schertzen/
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ich lihß ihr keine Ruh/
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du lihbstes Seelchen du!
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Sie war mein
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künt ichs – ich dhät es noch-mahl so!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Arno Holz
(18631929)

* 26.04.1863 in Kętrzyn, † 26.10.1929 in Berlin

männlich, geb. Holz

Journalist, deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus (1863-1929)

(Aus: Wikidata.org)

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