Grisillgen/ weistu waß?

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Arno Holz: Grisillgen/ weistu waß? Titel entspricht 1. Vers(1896)

1
Grisillgen/ weistu waß?
2
Kom mit mir in das Graß.
3
Im Hayn blüht lengst der Flihder
4
die Fröschgens hupffen wihder.
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pflükken sich da Tausendschöngen.
6
Ach/ nun ist die göldne Zeit –
7
hörstu/ wie der Gukguk schreyt?

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Grisillgen/ weistu waß?
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Itzt wünscht ich dihß und daß.
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Sih/ wie sich meine Zihgen
11
ümb deine Schäffgens schmihgen.
12
Zwischen Qwendel/ über Qwekken
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tasten dort verbuhlt zwo Schnekken.
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Ach/ nun ist die göldne Zeit –
15
horch blohß/ wie der Gukguk schreyt!

16
Grisillgen/ weistu waß?
17
»nein/ nicht doch/ Dafnis/ laß!
18
For so ein Bihnen-Kröpffgen
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ist nicht mein Honig-Döpffgen!
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Müßt ich nicht durch solch Benähmen
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mich vor meinen Schäffgens schähmen?
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Drükk mir nicht mein Daffet-Kleid/
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horch doch/ wie der Gukguk schreyt!«

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Grisillgen/ waß ist daß?
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Dein Hütgen glüzzt gantz naß?
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»lind träuffelt seinen Segen
27
ein lihber Sonnen-Regen!«
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Flinck in jenes Rohsen-Läubgen!
29
Ich der Täuber/ du das Täubgen!
30
Ach/ nun ist die göldne Zeit –
31
nein/ wie blohß der Gukguk schreyt!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Arno Holz
(18631929)

* 26.04.1863 in Kętrzyn, † 26.10.1929 in Berlin

männlich, geb. Holz

Journalist, deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus (1863-1929)

(Aus: Wikidata.org)

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