Itzo/ da der Winter meist

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Arno Holz: Itzo/ da der Winter meist Titel entspricht 1. Vers(1896)

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Itzo/ da der Winter meist
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nichts wie Schnee und Hagel schmeißt/
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draut man sich auß seinem Hauß
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kaum mit halber Nase rauß;
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denn es sind uns sonst die Ohren
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gleich gantz dikk mit Eyß befroren.

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Drümb so sezzt man seinen Sinn
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auff ein volles Wämbstrichin.
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Eyer-Muhß mit Amber dreyn
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schlingert man in sich hinein/
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und wie süß zum Koffe schmäkken
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morgens itzt die Botter-Wäkken!

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Karpen/ Stintckens/ Plötzckens/ Hächt/
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alles kömbt uns itzo rächt/
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Schüncken/ Wörste/ Sauer-Kraut
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und waß man noch sonst verdaut.
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Ingwergens und Citronaten
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sind itzt gleichfalls wohl-gerathen.

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Hat man dan genug gebappt/
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fühlt man/ daß man kaum mehr jappt/
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zihmbt ein Schlückgen Aqwa vit/
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weil man nicht den Kirch-Thurm siht.
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Doch man weiß/ es ragt derselbe
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noch ins obre Blau-Gewelbe.

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Drauff so drukkt man Dorime
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zährtlig auff das Canape/
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butzt ihr Schnuhtzgen und enthüllt
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waß ihr brall das Mihder füllt;
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denn man muß nach solchen Sachen
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sich ein Mouvementgen machen.

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Ihrer Äuglein flincker Lauff
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fordert uns zum Spihlen auff/
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und sie kikkert und sie lacht/
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biß ihr pumps/ das Bältzgen kracht.
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So nur kan man mit Behagen

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Arno Holz
(18631929)

* 26.04.1863 in Kętrzyn, † 26.10.1929 in Berlin

männlich, geb. Holz

Journalist, deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus (1863-1929)

(Aus: Wikidata.org)

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