Hochzeit-Lieder

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Heinrich Mühlpfort: Hochzeit-Lieder (1686)

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Hjer müssen frische Myrten stehn/
2
Mein Fuß soll itzt auf Rosen gehn;
3
Das Glücke will mir selber betten/
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Denn die/ so meine Seele liebt/
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Und der mein Hertze sich ergiebt/
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Bind mich mit allzuschönen Ketten.

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Sie zeigt die Schätze ihrer Gunst
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In gleicher Gluth in gleicher Brunst:
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Jhr Blick entdecket die Gedancken.
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Hierleg ich meine Freyheit hin/
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Weil ich ihr Liebs-Gefangner bin.
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Jhr Wille setzt mir Ziel und Schrancken.

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Der Frühling ihrer besten Zeit
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Voll Anmuth voller Lieblichkeit.
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Gibt meinen Geistern neues Leben.
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Ich seh’ auf ihrer Wangen Rund
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In dem so schönen Zucker-Mund
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Der Gratien leibhafftig schweben.

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Komm Schönste meiner Seelen Licht
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Laß mich aus meinem Angesicht
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Des Hertzens wahre Meynung lesen.
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Ich weiß von deiner edlen Treu/
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Daß ihr nichts vorzuziehen sey.
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Noch jemals etwas gleich gewesen.

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Du bist mein Stern mein Paradeiß/
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Und was ich nicht zu nennen weiß/
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Der Kern und Außzug meiner Seele/
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Es soll in diesem Leib und Blut
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Stets brennen meine Liebes-Gluth
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Biß zu der schwartzen Grabes Höle.

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Laß uns/ weil es der Himmel schafft/
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Der Jugend voller Blüth und Safft/
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Der Liebe Nectar-Strohm geniessen
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Den Bund/ der uns zusammenfügt
35
Und beyder Hertz und Sinn vergnügt/
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Besigelt ein empfindlich Küssen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Mühlpfort
(16391681)

* 10.07.1639 in Breslau, † 01.07.1681 in Breslau

männlich, geb. Mühlpfort

deutscher und lateinischer Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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