Nänie

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Friedrich Schiller: Nänie (1782)

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Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
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Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus.
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Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
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Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.
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Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
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Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
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Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
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Wann er, am skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt.
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Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
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Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
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Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,
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Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.
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Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich,
14
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Schiller
(17591805)

* 10.11.1759 in Marbach am Neckar, † 09.05.1805 in Weimar

männlich, geb. Schiller

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter, Philosoph und Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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