Sie konnte mir kein Wörtchen sagen

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Friedrich Schiller: Sie konnte mir kein Wörtchen sagen Titel entspricht 1. Vers(1782)

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Sie konnte mir kein Wörtchen sagen,
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Zu viele Lauscher waren wach,
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Den Blick nur durft ich schüchtern fragen,
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Und wohl verstand ich, was er sprach.
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Leis komm ich her in deine Stille,
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Du schön belaubtes Buchenzelt,
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Verbirg in deiner grünen Hülle
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Die Liebenden dem Aug der Welt.

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Von ferne mit verworrnem Sausen
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Arbeitet der geschäftge Tag,
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Und durch der Stimmen hohles Brausen
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Erkenn ich schwerer Hämmer Schlag.
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So sauer ringt die kargen Lose
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Der Mensch dem harten Himmel ab,
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Doch leicht erworben, aus dem Schoße
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Der Götter fällt das Glück herab.

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Daß ja die Menschen nie es hören,
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Wie treue Lieb uns still beglückt!
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Sie können nur die Freude stören,
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Weil Freude nie sie selbst entzückt.
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Die Welt wird nie das Glück erlauben,
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Als Beute wird es nur gehascht,
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Entwenden mußt dus oder rauben,
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Eh dich die Mißgunst überrascht.

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Leis auf den Zehen kommts geschlichen,
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Die Stille liebt es und die Nacht,
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Mit schnellen Füßen ists entwichen,
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Wo des Verräters Auge wacht.
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O schlinge dich, du sanfte Quelle,
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Ein breiter Strom um uns herum,
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Und drohend mit empörter Welle
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Verteidige dies Heiligtum!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Schiller
(17591805)

* 10.11.1759 in Marbach am Neckar, † 09.05.1805 in Weimar

männlich, geb. Schiller

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter, Philosoph und Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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