Sei willkommen an des Morgens goldnen Toren

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Friedrich Schiller: Sei willkommen an des Morgens goldnen Toren Titel entspricht 1. Vers(1782)

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Sei willkommen an des Morgens goldnen Toren,
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Sei willkommen unserm Freudegruß,
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Dieses Tages holder Genius,
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Der den Vielgeliebten uns geboren! –
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In erhabener Pracht –
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Schimmernd tritt er aus der Nacht
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Wie der Erdensöhne keiner,
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Groß und trefflich, wie der Sieben einer,

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Die am Throne dienen, schwebt er her.
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»streut mir Blumen – – Seht, da bin ich wieder«
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(ruft er lächelnd von dem Himmel nieder)
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»streut mir Blumen – Ich bins wieder,
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Der den Teuren euch gebar,
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Ich bin mehr, als meine andern Brüder,
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Ihren Liebling nennt mich weit und breit
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Unsre Mutter – Ewigkeit.«

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(stolz und Würde sprach aus der Gebärde)
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»einen Edeln gab ich dieser Erde!
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Fühlt die Menschheit, wen ich ihr geboren?
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Kennt die Erde meinen Liebling schon?«
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Oder schallen leiser in der Menschen Ohren
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»seine Taten als vor Gottes Thron?
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Las die Welt in seiner schönen Seele?
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Beugte sich vor seiner großen Seele
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Ehrerbietig sein Jahrhundert schon?
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Wuchsen zur Vollendung auf die Keime,
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Die ich damals in sein Herz gesät?
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Ist die Welt so schön, wie seine Träume?
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Fand er diesen, der ihn ganz versteht?
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O dann laßt mich stolzer durch den Himmel schweben,
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Ich hab ihn gegeben!

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Jetzt vollend ich meinen Sonnenlauf,
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Aber hinter meinem Rücken leuchtet
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Schon ein neuer – schönrer Morgen auf.
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Einen Engel tragen seine goldnen Flügel,
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In des Engels silberklarem Spiegel
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Liegt ein Himmel – und die Ewigkeit.
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Schamrot stürz ich in das Meer der Zeit,
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Nur das Leben
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Konnt ich meinem teuren Liebling geben –
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Dieser Engel – wie erbleicht mein Ruhm –

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Wandelts in Elysium.«

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Der Seraph sprachs – – – Du liegst in unsern Armen –

44
Wir fühlen, daß du

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Schiller
(17591805)

* 10.11.1759 in Marbach am Neckar, † 09.05.1805 in Weimar

männlich, geb. Schiller

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter, Philosoph und Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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