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Dein' Außfahrt/ Seelige/ geschicht zu diesen Zeiten/
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Da gleich dein Bräutigam/ dein Heiland/ Aufffahrt
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Der Triumphirende rufft dich an seine Seiten/
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Umb mit ihm einzugehn des Himmels Ehren-Zelt.
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So ist dein Freund doch treu biß in des Todes Schatten/
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Biß sich deß Lebens Tag und Abend hat gekühlt/
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So will er dein Gebet und Sehnen recht erstatten/
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Daß der erblaste Leib nun keine Qual mehr fühlt.
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Unschätzbarer Triumph! Weit über das Gepränge/
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Worinn das stoltze Rom sein Sieges-Fest begieng/
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Daß der bezwung’nen Städt’ und Länder Nahm’ und Mänge/
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Kunst-artig abgemahlt an hohe Säulen hieng/
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Wenn sich der gantze Rath in weissen Kleidern zeigte/
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Der Uberwinder selbst in Cron und Scepter wieß;
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Wenn das gefangne Volck sich zu der Erden neigte/
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Ja vielmals ein Tyrann die Fürsten ziehen hieß.
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Es war nicht nur genug das Helffenbein zum Wagen/
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Wenn nicht ein Elefant denselben auch geführt/
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Und so ins Capitol den Siegenden getragen/
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Worinn noch grösser Pracht/ und Hochmuth ward gespürt;
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Man schlachte Menschen ab zum Opfer ihren Göttern/
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Und gab gediegen Gold mit fettem Weyrauch hin/
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Man legt’ in ihren Schoß den Krantz der Lorber-Blättern/
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Und ließ die gantze Stadt in Lust und Freuden blühn:
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Darbey ward auch das Volck der Knechte frey gelassen/
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Der Jungfern zarte Schaar stimm’t Harff und Seiten an:
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Der Uberwinder leb! Erklang auf allen Gassen/
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Und so ward dem Triumph sein höchstes Recht gethan.
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Allein vern irrter Traum! Ein Pünctlein von der Erden/
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Gar in weit andrem Glantz und herrlichern Geberden/
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Hat unser Lebens-Fürst erwiesen seine Macht.
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Er hat zuvor den Feind der gantzen Welt bezwungen/
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Der Höllen Reich zerstört/ des Todes Zahn zermalmt/
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Bey seiner Auffahrt hat der Engel Mund gesungen/
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Und seine Heiligen Jhm nachgefolgt bepalmt.
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Wir Sünden-Knechte sind dadurch nun gantz befreyet/
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Und sollen einst vor ihm in weissen Kleidern stehn.
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Das Seufftzen und Gebet/ so unser Hertz außstreuet/
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Sind Opffer die zu ihm durch alle Wolcken gehn.
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Ach seliger Triumph! Der uns den Himmel giebet/
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Der uns die Ewigkeit zu einem Erbtheil schenckt.
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Kenn-Zeichen wahrer Treu/ wie GOtt die Welt geliebet/
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Wie unser Heyland stets der Seinigen gedenckt:
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Sie sollen bey ihm seyn/ sie sollen bey ihm bleiben/
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Und in des Vatern Reich geniessen Fried und Ruh.
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Welch König dieser Welt kan uns so viel verschreiben?
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Und welche Sieges-Pracht legt uns dergleichen zu?
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Dein unbefleckter Geist ist Himmel angedrungen/
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Und hat den Brautschmuck selbst von JEsu Händen kriegt.
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Nun weidest du mit ihm in unverwelckten Rosen/
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Bist als ein Siegel ihm gedrücket in sein Hertz/
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Es tilgt noch Glut noch Flut das himmlische Liebkosen/
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Wenn Eckel und Verdruß folgt auf der Menschen Schertz.
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Du bist dem Namen nach auch Rosen gleich gewesen.
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Wie die ein frembder Ort und Stamm offt schätzbar macht/
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So ist deß Vatern Ruhm noch überall zu lesen/
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Und wie er sein Geschlecht weit höher hat gebracht.
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Er war des Rathes Zier/ der Musen Lust und Wonne/
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Was wunder/ so sein Kind Sineser Rosen gleich?
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Jhr Landsmann nennt sie selbst der Blumen Hertz und Sonne/
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Und eine Königin in Florens holdem Reich:
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Deß Morgens ist sie weiß/ deß Mittags voller Flammen/
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Biß ihr das Abend-Roth den braunen Purpur gibt.
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Das sonst das Jungfern Volck wie theure Perlen liebt.
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Die reine Gottesfurcht/ die Röthe keuscher Sitten/
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Der Tugend Purpur-Ruhm/ so Grufft und Bahre mahlt/
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Die Christliche Gedult/ in welcher sit gelitten/
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Biß sie den letzten Rest hat der Natur bezahlt.
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Und wie sich Himmel-blau deß Welschlands Rosen färben/
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So blieb ihr frommer Sinn dem Himmel zugewand/
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Indem sie war gelehrt in Christo abzusterben/
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Und dermal eins zu sehn das wahre Vaterland.
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Es mag sonst Mompelgart mit Moschus Rosen prangen/
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Den köstlichen Geruch annemlich stellen für/
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Was nach der Tugend schmeckt/ dem ist sie nachgegangen/
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Und schätzte die allein des Frauen-Zimmers Zier.
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Es rühmet Memphis sich daß seine Rosen/ Lilgen
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An Farben und Gestalt am meisten ähnlich seyn/
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Wie leichtlich kan ein Nord die ersten Blüthen tilgen/
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Der Keusch heit Blume blieb bey der Verblichnen rein.
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Ob auch Präneste sich in Milch und Scharlach kleidet/
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Und seiner Rosen-Art führt Hundert-Blätrig auf/
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So ist es eine Lust so von den Augen scheidet/
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Eh zweymal Cynthia ver ändert ihren Lauff.
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Daß keine Wechselung des Glückes sie verkehrt:
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Jhr JEsus war ihr Stock/ sie aber eine Reben/
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Die nicht des Winters-Frost/ der Sonnen-Glut verzehrt.
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Das reiche Persien hegt volle Rosen-Bäume/
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Die der Gesunden Lust/ der Krancken Artzney seyn.
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Die Abgelebte senckt’ auch ihrer Tugend Kanne/
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Theils zu deß Nechsten Nutz/ Gott zugefallen ein.
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Weil aber Dornen stets den Rosen-Zweig umbschrencken/
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(zeigt sie schon Indien von allen Stacheln frey/)
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Und wuste wie die Welt ein Feld voll Disteln sey.
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Sie rieff: Ach Bräutigam/ noch in der Todes-Stunde/
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Mein Hertze klopfft nach dir/ und meine Seele wacht.
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Und gab so wolgemuth der Erden gute Nacht.
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Dein Rosen-Krantz verblast auch bey der Nach Welt nicht!
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Dich hat der Bräutigam/ du wieder ihn gekennet/
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Und im Triumph geführt für Gottes Angesicht.