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Jhr Nymfen an dem Zack/ ihr Berg-Einwohnerinnen/
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Mit denen Echo oft bey stillen Nächten wäscht/
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Und die ihr euren Durst am klaren Bober lescht/
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Ermuntert Hertz und Geist was hohes zubeginnen.
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Werfft nur den Fichten/ Krantz von dem beschneyten Haar/
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Der Winter ist hinweg/ der Frühling mahlt das Jahr.
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Wie seyd ihr denn so wild als eures Zackes-Fluthen?
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Was traget ihr für Scheu auß Wald und Pusch zugehn?
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Verlast/ Armseligste/ der Felsen gähe Höh’n/
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Der Tag ist euch geweyht und gehet euch zum guten.
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Last süsses Seitenspiel erklingen durch die Luft/
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Nun euch die Nachtigall mit ihrer Stimme rufft.
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Was aber spiel ich viel mit dunckler Wörter Decke?
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Auf Nymfen kleidet euch in Seiden-Zarten Schleyr/
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Herr Hübner/ den ihr kennt/ begeht die Hochzeit-Feyr/
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Daß eurem Vorwitz ich ja weiter nichts verstecke/
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Deß Sommers Auszug kömmt und stellt sich bey euch ein/
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Heist diese Gästin doch viel tausendmahl willkommen/
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Denn eure Gegend wird durch ihre Blicke klar/
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Eilt/ sucht Violen auf/ zu zieren Haupt und Haar/
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Denn Blumen haben selbst von ihr den Glantz genommen.
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Seht wie der rothe Mund beschämt der Nelcken-Pracht/
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Und wie sich jedes Glied zu Lust-Narcissen macht.
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Sucht Nymfen/ sucht hervor was von Ersinnligkeiten/
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Die Liebe finden mag/ wenn sie sich dienstbar weist/
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Und ob schon eure Brust vor diesem stund beeist/
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So wird der Lentz bey euch itzt seine Schätz außbreiten.
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Seht wie das nahe Thal mit Blumen ist besternt/
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Und wie des Zackes Mund schwatzhafftig buhlen lernt.
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Ehrt diese Freundin doch als eurer Freuden Sonne/
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Der reichen Berge Schoß trägt allen Uberfluß/
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Und weil der Liebes-GOtt zur Tafel dienen muß/
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Dem Schmertzen eine Lust/ und Schmausen eine Wonne/
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So wird er/ wie er pflegt/ seyn listig abgericht/
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Daß jedem treflich wol und auch genug geschicht.
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Wie Gastfrey jederzeit er Freunden sich geweist/
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Und wenn ein Frembder nur in sein Haus eingereist/
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Mit was vor Höffligkeit pflag er ihn zubegleiten/
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So daß der Götter Mahl für dem man nichtig schätzt/
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Wo sich die Redligkeit und Treu zu Tische setzt.
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Und solte diesem Mann und seiner Braut zu Ehren/
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Das zarte Nymfen-Volck nicht auch geschäfftig seyn?
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Welch Ganymedes schenckt die Krystalinen ein/
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Und reicht den güldnen Saft in Muscheln und in Röhren?
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Das Mahl ist ja bereit/ die Tafel ist gedeckt/
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Und Flora hat den Tisch mit ihrem Schmuck besteckt.
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Cupido/ der gewohnt sonst überall zu fischen/
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Trägt die Forellen auf/ des Schuppen Heeres Ruhm/
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Und Schmerlen so recht groß/ der Wasser Eigenthum/
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Befihlt bey jeder Rey die Gläser auffzufrischen.
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Läst in Pasteten sehn was jetzt der Köche Fleiß/
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Durch neu erfundne Kunst dem Mund zu liefern weiß.
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Allein als noch zu letzt so Krebs als Schincken kommen/
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Treibt der verbuhlte Gott sein altes Possen-Spiel:
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Er gauckelte bezecht/ biß er zu boden fiel/
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Und ihr Mitleidende die Scheren ihm genommen.
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Aus Furcht/ ihr frommes Volck/ damit er sich nicht sticht/
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Wie wol ihr kennt noch nicht den nackten
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Er sahe sich beraubt von seinen liebsten Sachen/
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Und weinte wie ein Kind das was verlohren hat;
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Herr Hübner trat darzu und sprach diß ist mein Rath/
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Daß du nur mit Gedult verträgst der Nymfen Lachen.
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Ich schwere daß ich will ersetzen den Verlust.
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Wer sprang behertzter auf als dieser kleine Knabe/
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Er rief/ ihr Nymfen eilt und bringet das Confect;
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Ersinnet was der Braut am allerbesten schmeckt/
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Hernach so holet was daß sich der Bräut’ gam labe.
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Bald stunden Datteln da/ Liebstöckel/ Knaben-Kraut/
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Daß man in einem Schnee als wie gefroren schaut.
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Dort lag Satyrion in aufgefüllten Schalen/
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Und die Pistacien in Marcipan gepregt.
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Der Lecker lachte drauf/ rief laut/ dergleichen hegt
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Auch kaum der Jupiter bey seiner Juno Mahlen.
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Nun flieg ich in die Lufft/ ihr Nymfen seht und denckt/
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Weicht Nymfen/ weicht zurück/ ihr habt nun satt bedienet/
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Die außerwehlte Braut/ jetzt ist Herr Hübners Pflicht/
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Zu leisten was er soll: Der schönen Augen Licht/
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Rufft ihn zu einem Kampff; und daß er sich erkühnet/
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Den angenehmen Feind standhafftig zubestehn/
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Damit ihm nicht der Raub und Beute mög’ entgehn.
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Ja seht ihr Nymfen nicht/ die Bücher der Gedancken/
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Die Augen/ wie sie stets gleich einer Rennebahn/
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Den liebsten Bräutigam halb zwinckernd schauen an/
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Wie Scham/ Begier und Furcht sich untermenget zancken.
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Und wie jedweder Blick auf diese Strasse weist/
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Wo hin der Adam ist im Paradieß gereist.
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Jhr Nymfen tretet ab/ es ziemt nicht euren Ohren/
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Daß ihr der Liebenden Beredung irgend merckt;
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Die Worte werden hier mit Wercken bald besterckt/
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Worzu Vergnügung sich und Wollust hat verschworen.
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Versichert/ daß der Zack nicht so viel Wasser führt/
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Als sich Ergetzlichkeit itzt in den Adern rührt.
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Fort Nymfen/ denn die Braut will gantz verschwiegen lieben.
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Es setzt der Bräutigam bereits den Riegel für/
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Damit kein Ungethüm klopff an die Cammer-Thür.
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Jhr seyd bey Schertz und Spiel nun lang genug verblieben.
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Sucht an dem Zacken-Fluß/ da itzt der güldne May
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Sonst alles herrlich ziert/ ob was für euch noch sey.