1.

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Heinrich Mühlpfort: 1. (1686)

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Erhell aus dem Schilffedein blaues Gesichte
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Sanfft-wallender Oder-Strohm/ silberner Fluß
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Die Segel zu födern in gleichem Gewichte
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So schwelle die Adern in stärckerem Guß/
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Verzögre nicht deine Cristalline Fluth
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Du führest auff heut ein unschätzbares Gut.

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Kein stürmender Nordwind entböhre die Wellen
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Weil Mar garis deinem Gewässer vertraut
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Es müsse sich liebliches Wetter erhellen
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Daß sie mit gesegneten Regen bethaut/
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Der Zefyr-Wind blase Narcissen herfür
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Und mehre der Margaris him̃lische Zier.

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Auff Franckfurt bereite dich sie zu empfangen/
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Dein Sohn zeugt beglücket nach Hause mit Beut/
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Jhr Najaden kommt ihm entgegen gegangen
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Die ihr umb dieselbigen Ufer rumb seyd
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Verehret die neue willkommene Braut
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Mit Gaben/ die euch der Geliebte vertraut.

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So blühe nun Margaris unter den Reben/
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Und siege dem Weinstock an Fruchtbarkeit ab/
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Wir wollen dir unser Geleite hingeben/
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Und schencken dir diesen umbwundenen Stab
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Zum Zeichen gepflogener Freundschafft und Lust
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Der Margaris sey nichts als Wohlstand bewust.

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Wie dieser Freuden-Wunsch zu Ende war gebracht/
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Kommt Venus Kammer-Magd/ und saget wie der Wagen
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Schon fertig angespannt/ die Nymfen heim zu tragen/
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Sie geben wiederumb der Braut noch gute Nacht
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“und ziehn was traurig fort/ weil Margaris vergnüget/
30
&q;Bey ihnen aber Stroh’ und Feur verborgen lieget.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Mühlpfort
(16391681)

* 10.07.1639 in Breslau, † 01.07.1681 in Breslau

männlich, geb. Mühlpfort

deutscher und lateinischer Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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