Glückwünschung an Jhr. Hochfürstl. Durchl. Hertzoa Christian Albrechten zu Schleßwig/ Hollstein/ rc. über Auffrichtung der Universität Kiel 1665. den 5. Octobr

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Heinrich Mühlpfort: Glückwünschung an Jhr. Hochfürstl. Durchl. Hertzoa Christian Albrechten zu Schleßwig/ Hollstein/ rc. über Auffrichtung der Universität Kiel 1665. den 5. Octobr (1686)

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Daß dir/ Hochwürdigster/ jetzt die gelehrte Welt/
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Gedächtnüß-Tempel baut/ und Ehren-Säulen setzet;
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Dein Lob in Taffeln gräbt/ die keine Zeit verletzet;
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Für deinem hohen Thron in Demuht nider fällt/
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War vor auch ihre Pflicht: jetzt wird sie zur Begierde/
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Die reitzt/ Held
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Deß Stammes Göttlichkeit/ der Tugend Sonnen-Glantz
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Hat dich zwar längst bekrönt/ mit tausend Lorbeer-Reisern:
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Nun kan Apollo nebst den Musen sich nicht äussern/
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Dir/ hochgebohrner Fürst/ zu winden einen Krantz/
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Von Blumen die ihm selbst/ dein Helicon gegeben/
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Nun du ihm Sitz erbaust/ und heißt ihn bey dir leben.
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Wie frolockt Hollstein jetzt ob seiner Seeligkeit;
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Wie manch berühmter Kiel wird
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Der Cimbern edles Blut entzücket dahin reisen/
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Zu sehn die hohe Schul und die Vollkommenheit/
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Erwehlter Wissenschafft und andrer seltnen Gaben/
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Die in dem Sammel-Platz sich da befunden haben.
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Durchläuchter/ weil der Kreyß der Erden bleibet stehn/
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Wird dein hochfürstlich Hauß ein ewig Ruhm vergöttern/
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Dein Lorbeer der ist frey von allen Plitz und Wettern/
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Und dieses Musen-Haus wird ein Gericht erhöhn/
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Das zu den Sternen steigt/ und reich an Herrlichkeiten/
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Sich bey dem Monden und der Sonnen auß-kan breiten.
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Esrühmt solch löblich Werck der Auff- und Niedergang/
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Esschäumt der nahe Bellt auß Freuden seine Wellen/
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Daß sich umb Mitternacht der Künste Sonn erhellen
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Und prächtig heitern sol. Man hört den süssen Klang
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Auch übers weite Meer/ den deine Nachtigallen/
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Zu Ehren/ Dir/ O Fürst/ hertzräubrisch lassen schallen.
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Was vor dein Helden-Stamm/ und Königliches Blut
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Mit tapffrer Faust verübt und Land und Volck beschützet;
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Wie deiner Hoheit Stral auch in die Fern geblitzet.
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Den unerschrocknen Geist/ den rechten Leuen-Muht
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Zeigt jetzt dein Musen-Volck durch sein er fahrnes Schreiben/
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Und wirds der Ewigkeit-Register einverleiben.
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Porphyr und Marmel bricht/ das Ertz zerschleifft die Zeit.
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Sapphir und Gold sind nicht befreyet vom Verderben:
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Alleine/ grosser Fürst/ diß Lob kan nicht ersterben/
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So deine hohe Schul auß Schuld und Danckbarkeit/
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In klugen Schrifften weißt. Man wird dich preisen hören/
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Biß daß die letzte Glut diß Gantze wird zerstören.
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Egypten trotzte sehr auff seine Wunderwerck/
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Jetzt sind sie bey der Welt berufsne Särge worden.
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Diß ist was Göttlichers/ das/ hoher Printz von Norden/
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Dein Auffsicht hat erbaut. Es ist der Musen-Berg/
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Und nicht nur Staub und Grauß/ wie dort/ von theuren Steinen.
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Hier siht man wesentlich der Weißheit Pharus scheinen.
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Unendliches Gelück beschwinge deinen Thron/
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Duchläuchter! was zuvor in Griechen-Land geblühet/
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Was man von Künsten sonst hochschätzbares ersihet/
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Entdecke dein Parnaß/ und nehme gleichen Lohn
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Deß Ruhmes zu sich hin/ drauff Holl-Stein sich kan gründen/
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Wie noch bey ihm Athen und die

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Mühlpfort
(16391681)

* 10.07.1639 in Breslau, † 01.07.1681 in Breslau

männlich, geb. Mühlpfort

deutscher und lateinischer Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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