Wenn in der Finsterniß gebohrner Niedrigkeit

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Christian Friedrich Hunold: Wenn in der Finsterniß gebohrner Niedrigkeit Titel entspricht 1. Vers(1701)

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Wenn in der Finsterniß gebohrner Niedrigkeit
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Die Weißheit schon ein Licht/ das auch die Nacht erhellet;
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Was Wunders/ daß ihr Glantz/ der sich zum Purpur stellet/
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Und über Cronen strahlt/ diß gantze Rund bestreut.
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Ein jedes Auge sieht das Auge dieser Welt;
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Da nun der Weißheit Licht der Sonnen vorzuziehen;
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Und auch der Sternen Gold vor ihrem Strahl muß fliehen;
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Was Wunders/ daß ihr Glantz in frembde Länder fällt?
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Daß sich zu ihrem Thron die mächtge Königin/
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Die reich Arabia anbetet und verehret/
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Von Ihrem Thron begiebt/ und da die Weißheit höret/
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Wo bey der Pracht der Welt ein Himmel gleicher Sinn?
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Wer ist/ der nicht den Geist auf dich/ Hochseelge lenckt/
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Die aus berühmten Stamm mit Blute sich gegattet/
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Das stets der Himmels Fürst mit Gnaden über schattet/
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Und dem ein Käyser selbst die hohen Ahnen schenckt?
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Die Ihrem Adel hat den Adel beygesetzt/
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Der aus der Weißheit kommt/ den Gott selbst herrlich nennet.
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Die sich aus Demuth nicht vor Hochgebohrn gekennet/
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Und die die Tugend mehr/ als Cronen wehrt geschätzt?
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Du Hochgebohrne Frau/ hast jene Königin/
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Die Salomonis Ruhm nach Salem hat gezogen/
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An Hoheit des Gemüths bey weiten überwogen/
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Und gehst zum Salomon viel ungemeiner hin.
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In reich Arabien war jener Thron gebaut/
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Das arm an Gottes Wort und himmlischen Ergetzen.
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Da man in deinem Land' an solchen selgen Schätzen/
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Durch dein Bemühen mit ein reiches Salem schaut.
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Die Weißheit Salomons war jener ein Gerücht.
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Doch Gottes Weißheit war dir ein bekanntes Wesen;
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Ein Buch/ in dem ein Bild von seiner Krafft zu lesen.
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Ein Glantz vom ewigen und ungemeinen Licht;
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Ein Hauchen von der Krafft/die man allmächtig heißt;
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Zum Brief der Seeligkeit das allerreinste Siegel;
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Zur Kenntniß unsers Heyls ein unbefleckter Spiegel;
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Ein Strahl der Herrlichkeit/ die man unendlich preist.
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Wenn aus Neugierigkeit sich jene nur bemüht/
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Und zu der Weißheit reißt; So thust du es aus Liebe/
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Aus Lieb'/ als dem Magnet/ der Gottes milde Triebe
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Und seines Geistes Krafft/ wie Eisen an sich zieht.
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Aus Liebe warest du der Weißheit ihre Braut;
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Und ihre Schöne hat dein Hertze lieb gewonnen.
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Durch sie hat deine Seel ein köstlich Kleid gesponnen/
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Und mehr als Königlich die Nesidentz gebaut.
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Schift jene über Meer zum weisen Salomon/
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So daurt es kurtze Zeit. Doch in so vielen Jahren
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Ist dein Erlauchter Geist der Wahrheit nachgefahren/
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Und lud auch allezeit viel Güter auf davon
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Dein Bleymaß des Verstands hat dieses Meer der Welt
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An Syrten/ Felsen/ Sand/ so wissen zu ergründen/
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Daß du glückselig warst/ die enge Bahn zu finden/
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Worauf in Canaan man sichre Schiffart hält.
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War jener ihr Gefolg in Ißrael sehr groß:
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Was war es deinem gleich/ wenn du zum Himmel giengest?
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Wenn du den Perlen-Thau von Gottes Weißheit fiengest/
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Und dieser Salomon dir sein Gemach ausschloß/
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So lag die Priesterschafft mit Beten und mit Flehn
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Vor dir/ als Schutz-Göttin/ gebückt zu deinen Füssen/
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Und bat/ es möchte die des Himmels Gnade küssen/
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Von deren Gnade sie ihr Wohlseyn könten sehn.
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Ja selbst dein gantzes Land vermehrte deinen Staat/
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Den Staat/ den Gottes-Furcht/ Leutselig seyn und Milde/
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Klug- und Gerechtigkeit nach Gottes Ebenbilde/
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In allen Hertzen dir bey Gott erworben hat.
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Wenn jene Salomon mit Räthseln hat versucht:
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So batest du vor ihm um Weißheit aus der Höhe;
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Damit sie bey dir sey und denn dein Auge sehe/
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Was Gott von uns beliebt/ und was er auch verflucht.
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Und so ward auch dein Geist mit Weißheit ausgerüst.
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Was Schrifftgelahrten sich für ein Geheimniß achten.
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Kont' ein Erlauchter Sinn in dir mit Lust betrachten/
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Du warst als Herrschafft auch in Wissenschafft begrüßt.
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War eine Schurmannin ein Wunder ihrer Zeit;
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Erhöht Elisabeth den Purpur Engelandes
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Durch Sprachen/ Tugenden und Hoheit des Verstandes:
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So ehrt die Welt von dir auch gleiche Trefflichkeit.
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Wenn reich Arabia durch die Beherrscherin
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Dem Salomon Gewürtz und Centner-Goldes schencket:
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So ist dein höchster Ruhm/ was Salomon selbst dencket:
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Auch über Cronen geht ein Weißheits-voller Sinn.
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Es kommen ihrem Werth nicht Fürsten-Thürmer bey/
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Und Königreiche sind so hoch nicht anzusetzen/
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Für sie ist Reichthum nichts: Gold ist für Sand zu schätzen/
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Und gegen sie ist Koth und Silber einerley.
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Diß alles überwog dein Tugend-schwer Gewicht.
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Was du dem Himmel giebst/ sind lauter Weißheits-Früchte/
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Dadurch wird jener Schatz/ der irrdisch ist/ zu nichte;
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Und deinem ewigen hält er die Wage nicht.
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Allein/ was präg ich hier/ Hochselge Gräfin ein/
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Was deinen Abschied uns unendlich herber machet?
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Wenn deine Tugend gleich in uns unsterblich lachet/
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So weint doch unser Hertz/ daß du must sterblich seyn.
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Es weinet dein Gemahl/ der Hochgebohrne Graf.
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Was Rom vordem gehabt von hohen edlen Frauen/
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Ja alles konnt' er selbst in deiner Liebe schauen/
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So daß auch dein Verlust Sein alles schmertzlich traf.
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Der Hochgebohrne Herr/ dein und des Himmels Bild/
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Den Gott dir eintzig gab/ weil zu des Landes Seegen
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Und Weißheit/ Tugend/ Geist der Eltern darzulegen/
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Ein Salomon allein dem David sattsam gilt/
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Der seuffzet und mit ihm das gantze hohe Hauß/
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Das vor der Sterblichkeit unsterblich schon zu achten/
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Das wir in Ehr-Furcht zwar doch nie genug betrachten/
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Und lässet billig hier die Schmertzens Regung aus.
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Es weint der gantze Hoff; die Hoffnung fallet hin.
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Es weint die Priesterschafft; die Hohen Schulen müssen/
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Ja selbst das gantze Land itzt lauter Thränen küssen:
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Denn dieser Mutter stirbt/ und jener Schutz-Göttin.
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Ich wein'/ ich armer Knecht! jedoch an Gnaden reich/
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Die mir dein Milde seyn unwürdig zugemessen/
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Bey allgemeinem Leid/ ist meines nicht vergessen/
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Und wird allein gemehrt/ daß es dem grösten gleich.
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So weinet jederman! doch Salomon nur lacht/
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Der mit der Frommen Tod es wohl und seelig meynet/
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Daß itzt vor seinem Thron der Herrlichkeit erscheinet/
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Die seine Weißheit hat so ungemein geacht/
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Daß solcher ewiglich gewürdiget zu seyn/
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Sie eine Reise thut nach dem gelobten Lande.
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Nun/ Hochgebohrne Frau/ in deinem selgen Stande
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Trifft/ was die Schrifft dort sagt/ gewünscht und völlig ein:
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Und König Salomo gab dieser Königin
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Von Reich Arabia/ was sie begehrt und bate:
123
So giebt er dir vorerst die Seeligkeit der Gnade/
124
Und wirfft des

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Hunold
(16811721)

* 29.09.1681 in Wandersleben, † 16.08.1721 in Halle (Saale)

männlich, geb. Hunold

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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