Die Würckung der Music in der Harmonie der Gemüther bey einem vergnügten Hochzeit-Feste

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Christian Friedrich Hunold: Die Würckung der Music in der Harmonie der Gemüther bey einem vergnügten Hochzeit-Feste (1701)

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Man sagt/ daß die
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Und bringe der Vernunfft das Urtheil selber bey:
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Diß habe von der Welt den Ursprung nicht genommen/
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In dessen Wunder-Krafft ein Göttlichs Wesen sey.
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Ob man die Schmeicheley nun gleich hierinnen schmecket:
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Gnug/ daß sie unser Hertz zu aller Regung zwingt/
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Und den erstorbnen Geist so schön in uns erwecket/
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Ja gleichsam durch den Thon ein neues Leben bringt.
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So gar halb todte weiß
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Die die Tarantula durch ihren Gifft verletzt.
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Sie jagt die Grillen aus und bey den schwersten Sachen
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Ist sie die Artzeney/ die Leib und Seel ergetzt.
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Die Würckung hat sie auch bey unvernünfftgen Thieren:
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Der Elephanten Wuht wird durch
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Der Delphin wird verliebt/ wenn wir die Saiten rühren/
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Daß er den Arion durch Meer und Wellen trägt.
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Ein Beyspiel/ daß sich wohl zu dieser Liebe schicket/
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Die diesen schönen Tag zur süßen Freude nimmt.
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An dem zwo Seelen sind durch den Accord entzücket/
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Den wahre Liebe schön in gleichen Hertzen stimmt.
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An dem ein Arion/ der wohl auf Saiten spielet/
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Ein der
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Daß es durch ihn den Trieb zum Ehestande fühlet/
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Und ihn vergnügt durchs Meer der reinsten Liebe trägt.
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Herr
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Nimmt zum Vergnügen sich die Jungfer – –
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So geht/ die von dem Stamm recht edler Musen kommen/
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Die Tugendhaffte Braut/ zu Musen wieder hin.
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Das schönste Sinnen Bild von gleich gesinnten Hertzen
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Bleibt nichts als die
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So süß und rein durchaus zwo gleiche Lauten schertzen/
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So wunderschön auch stets ein gleiches Paar sich küßt.
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Wohldann/ du wehrtes Paar/ das Tugend stets gezieret/
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Von dessen Leben nur ein reiner Thon erklingt/
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Das durch die
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Zum ewigen
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Der Himmel/ welcher euch so schön zusammen stimmt/
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Laß eure Hertzen stets wohl
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Und wie uns die
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So stelle sich bey euch niemahls ein Kummer ein.
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Will die
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So wird bey euch dafür in Tugend
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Und aller Feinde Haß ist dieser Ergetzen/
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Die die Zufriedenbeit in Gott allzeit geführt.
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Weil die
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So muß euch Glück und Wohl stets wie im Lentzen blühn/
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Und was sonst Regen/ Sturm/ Wind Schnee und Nebel bringet/
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Wie Wolcken in der Fern vor euch vorüber ziehn.
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Noch eines fällt mir bey: Soll man
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So muß es stille seyn; darzu schickt sich die Nacht/
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Wo kein Geräusche sonst kan Ohr und Andacht stöhren/
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Und wo ein zarter Thon sich viel beliebter macht.
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So
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So wünschen wir dennoch und glauben steiff und sest/
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Daß sich/ der Himmel fügs/ in dreyen viertel Jahren
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Von eurer Nacht-

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Hunold
(16811721)

* 29.09.1681 in Wandersleben, † 16.08.1721 in Halle (Saale)

männlich, geb. Hunold

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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