An den Herrn geheimden Rath Stryk uber die Vermählung des Hn. Hoff-Rath Stryken mit Tit. Jungfer Uffelmannin

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Christian Friedrich Hunold: An den Herrn geheimden Rath Stryk uber die Vermählung des Hn. Hoff-Rath Stryken mit Tit. Jungfer Uffelmannin (1701)

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Die
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Auf ihren großen Stryk/ ihr Geist auf seine Schrifften/
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Ihr Hertz gen Himmel sieht/ und da den Weyrauch streut/
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Daß Gott ein ewig Hauß den Seinen möge stifften/
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Betrachteten den Stand/ in dem sein theurer Sohn
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Viel kluge Kinder zeugt/ doch keine Leibes Erben/
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Und klagten: Trägt der Preiß Gelehrter diß davon/
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Zu leben nur in uns/ und selbst in sich zu sterben!
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Wenn
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Noch mehr/ wenn unser Stryk in Büchern gleich gebauet/
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Was die gelehrte Welt nie satt erlernen kan/
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Die auch im Tod auf Ihn/ als ihr
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So sind wir doch betrübt/ wenn sein Gedächtniß nicht/
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Die Seele/ welche nur wird ihres gleichen zeugen/
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Vermittelst durch den Sohn in weitre Zweige bricht/
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Und Stryken aus der Krafft der Stryken wieder steigen.

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Die Tugend/ welche zwar den Musen anverwandt/
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Doch immer auf den Geist/ der ewig lebet/ siehet/
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Allein des Leibes-Lust/ der Liebe süssen Brand/
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Als ein gefährlich Meer entflammter Seelen fliehet/
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Verwarf der
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Daß Stryk nicht fort gepflantzt. Wer vor Glückseligkeiten/
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Damit der große Mann euch und die Nachwelt speißt/
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Statt danckens sich beklagt/ hat Tugend nicht zur Seiten.
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Was wolt ihr mehr von Ihm? mehr Erben sprechet ihr;
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Und derer sind so viel/ als würdig ihn gehöret.
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Stellt seine Bücher euch als lauter Kinder für/
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Die einst die Nachwelt noch vor ihre Väter ehret.
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Daß durch die Barbarey/ daß durch der Feinde Wuht
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Nach der Verheerung auch
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Daß Griechen-Land nach Mord und viel vergoßnem Blut
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Noch als ein freyer Marckt der Künste vor uns schwebet;
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Machts/ daß ein
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Daß
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Mit denen hätt' ihr Feind/ wie mit der Stadt gespielt/
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Und ihre Väter auch in Staub und Tod gerissen.
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So aber leben sie durch ihres Geistes Krafft;
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In Büchern die umsonst die Barbarey bestritten.
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Wer glaubet/ daß ein Weib die Ewigkeit verschafft/
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Der hat den rechten Sporn der Tugend nicht gelitten.
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In Schrifften lebt mein Stryk/ und in dem theuren Sohn.
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Sein theurer Sohn durch ihn/ und in gelehrten Leuten.
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Wenn die die Zeit begräbt/ so wird man
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So wird man selbst der Welt ein Grabmahl zubereiten.

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Herr Hoffrath Stryck vernahm den Streit von bey den wohl.
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Sein Eyfer brand in Ihm/ den Büchern obzuliegen.
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Mit seinem Nahmen gieng sein Hertz zum Sternen Pol/
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Nichts aber schien Ihn mehr auf Erden zu vergnügen.
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Darum so siel er auch der strengen Tugend bey/
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Und suchte zwar durch sich des Vaters Aehnlichkeiten/
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So wie die Trauben dort des
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Doch nicht durch eine Frau lebhafftig auszubreiten.

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Die
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Auf aller Musen Wunsch von diesem Schluß zu lencken.
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Er nahm sie willig auf/ nur
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Ihr bitten war umsonst/ ihr einen Blick zu schencken.
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Wenn/ sieng der
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Ein Hochberühmter Sohn des Vaters Ehren Wagen
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In unverdroßnen Fleiß biß zu der Sternen-Bahn
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Durch Tyger-schnellen Lauf will folgen und erjagen/
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So deucht uns/ es besteht nicht die Unsterblichkeit
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In dem/ daß vor der Zeit ich dieser Welt absterbe;
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Zu treiben allzusehr/ was mir den Geist zerstreut;
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Hingegen nicht zu thun/ wodurch ich Krafft erwerbe.
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Das ist/ Hochwehrter Stryk/ du liebst die Ruhe nicht/
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Die auf die Arbeits-Last kan Stärckungs Balsam geben/
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Die der gelehrten Welt so viele Krafft verspricht/
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So viel ein schwacher kriegt von wahren Nectar-Reben.
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Wer ohne Wissenschafft zwar immer müßig ist/
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Hat sich und seinen Ruhm schon lebend eingegraben;
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Doch wen die Arbeit offt/ die Ruhe selten grüßt/
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Bey dem will Leib und Geist bald ein Begräbniß haben.
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Viermahl verändert sich in einem Jahr die Zeit;
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Und ein Gelehrter muß im Sommer seiner Strahlen
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Zuweilen sein Gemüth in reiner Freudigkeit/
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Wie
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Will der nun eingesperrt/ und eingekerckert seyn/
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Der gleichwohl sich zum Ruhm so weit gereißt gewesen?
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Weiß zur Veränderung mein Stryk denn gantz allein
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In Teutschland keinen Ort/ der trefflich auszulesen?

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Hierauf schlug
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Das auch der theure Mann vor andern hat erwehlet.
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Doch
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Ach/ daß Ihn wiederum der Liebe Macht beseelet!
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Ja/ gab die Liebe drauf/ es wird des Himmels-Hand
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Durch mich die keusche Glut/ der Reinsten Ihr empfinden/
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Der ersten Menschen Trieb/ des Paradieses Brand
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In kurtzen wiederum in seiner Brust entzünden.
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Nach Hamburg geht mein Stryk/ und da ist schon erkiest/
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Was sein Gemüthe wird/ wie seine Sinnen rühren/
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Und/ wenn sein Augenstrahl nun solches in sich schließt/
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Der reinen Liebe Werth Ihm dann zu Hertzen führen.
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Die Uffelmannin ist mehr Tugendhafft als schön/
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Und schön/ als ob Sie nur an Schönheit hoch zu schätzen.
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Durch diese soll sein Geist bald überzeugt gestehn:
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Daß holde Frauen auch Gelehrter Krafft ersetzen;
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Daß ehe man die Burg der Ewigkeit ersteigt/
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Uns frische Geister offt am Wege stärcken müssen;
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Und mancher Weise sich so störrisch nicht erzeigt/
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Wenn manchmahl sein Geblüt sich können so versüssen;
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Daß/ wenn man durch den Kiel gleich fortgepflantzet wird/
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Ein süsser Trost doch sey/ wenn wir durch edle Frauen
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Der Seelen Wanderung/ wovon
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In ächten Kindern auch zugleich behauptet schauen.

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Da nun Herr Hoffrath Stryk die Hammons-Burg er blickt
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Hat
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Ihm seinen Geist gerührt/ sein Hertze so entzückt/
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Als ob Er bloß aus Ihr sein Leben müsse saugen.
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Die Tugend/ die sich erst der Liebe wiedersetzt/
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Rief: Unvergleichliche/ dir gönn' ich das Vergnügen.
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Bestricke meinen Stryk; wer saget wohl zuletzt:
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Ob Schönheit/ oder ich in dir am meisten siegen?
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Die Ehe/ welche nur der Sternen Rath beschließt/
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Durch deren Schluß diß Paar einander ist gewogen/
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Durch die in ihr Gemüth ein gleiches Wollen fließt/
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Ward in erwünschtem Glück und höchster Lust vollzogen.
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In aller Musen Brust entstund ein Jubel-Fest/
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Der Himmel wünschten sie/ schenck Euch so vielen Seegen/
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Euch letze/ trefflichs Paar/ so offt ein Anmuths-West/
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Als Seufzer sich in uns vor unsre Stryken regen;
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Du großer Stryk vor dich/ Gott möge lange Zeit
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Dir Krafft zu unserm Heil/ dem Sohn die Gnad erzeigen/
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Daß sich dein Saame noch so vieler Erben freut/
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Als kluge Kinder dir aus deiner Stirne steigen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Hunold
(16811721)

* 29.09.1681 in Wandersleben, † 16.08.1721 in Halle (Saale)

männlich, geb. Hunold

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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