Der Streit der Liebe

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Christian Friedrich Hunold: Der Streit der Liebe (1701)

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Die Welt liegt stets im Streit: doch dencket nicht ihr Helden/
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Die ihr der Erden-Kreiß mit Stahl und Eisen zwingt/
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Daß ich von eurem Kampf/ von Mord und Blut will melden/
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Und wie ihr Land und Leut in eure Feßel bringt.
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Ich meine diesen Krieg/ den wir mit Lieben führen/
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Mit Liebe/ die diß Rund in ihre Bande schlägt/
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Durch welche wir Gewalt an Leib und Seele spühren/
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Und die die Helden auch zu ihren Füßen legt.
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Die Liebe heißt das Band des Himmels und der Erden/
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Wenn se vollkommen ist: Wenn wir an Gott verknüpft/
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Und mit der Welt in Gott zugleich verbunden werden/
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Denn ist die Freude rein/ die in dem Hertzen hüpft.
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Wenn aber uns die Welt zu ihren Gütern reißet/
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Zur Schönheit die vergeht/ zu eitler Ehr und Lust/
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Und uns mit Leib und Seel darein verlieben heißet:
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So brennt verbotne Gluht in der verkehrten Brust.
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Mit dieser Liebe hat ein Irdischer zustreiten.
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Löscht er ihr Feuer aus und zündet neues an/
19
Das Oehl vom Himmel hat/ so schmeckt er Süßigkeiten/
20
Und fühlt was oben her ein Freuden-Feuer kan.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Hunold
(16811721)

* 29.09.1681 in Wandersleben, † 16.08.1721 in Halle (Saale)

männlich, geb. Hunold

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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