Die Gesellschafft der Pallas und Venus, als ein Wehrter Freund/ J.C.W. die Doctor Würde verdiente

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Christian Friedrich Hunold: Die Gesellschafft der Pallas und Venus, als ein Wehrter Freund/ J.C.W. die Doctor Würde verdiente (1701)

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Die
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Und deinem Wesen sich nicht wenig eingeprägt/
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War dir von Jugend auf/ Geehrter Freund/ gewogen.
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Vergönne daß mein Kiel der
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Sie hat dich erst belebt/ denn auch beliebt gemacht/
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Von edler Liebe wird die gantze Welt gezogen.

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Die
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Die sich auf ein Gemüth/ das edel ist erstreckt/
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Die muntre Geister sucht und Feuer kan vertragen/
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Gewann dich gleichfals lieb und hob den blinden Wahn/
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Nach welchem
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Und Lieb und Weißheit sich zusammen müßen schlagen.

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In diesen Angeln ruht die klein und große Welt.
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Drum hatte dir das Glück zwey Sterne zugesellt/
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Dadurch dein Lebenslauf beliebt und klug gewesen.
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Mit deinen Jahren wuchs auch beyder Krafft in dir/
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In deiner Freundlichkeit that sich die
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Aus allen übrigen ließ

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Die
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Hat über dich geherrscht/ dadurch wir lernen sehn/
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Und Augen so vor uns/ als in die Welt bekommen/
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Hat/ weil Gelehrsamkeit/ die einsten recht besteht/
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Mit
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Nach Holl- und Engeland den Lauf mit dir genommen.

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Die Liebe bothe sich zu der Gefährtin an.
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Die Weißheit/ welcher sie bißhero nichts gethan/
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Als was ihr mehren Glantz und Anmuth hat gegeben/
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Sprach: komme: nimt man mich nicht aller Orten ein/
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So ist der Wandersmann doch hold und freundlich seyn/
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Der in der ferne kan/ als wie zu Hause leben.

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Du hast den Wander-Stab/ der Reisende ergetzt/
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An manche schöne Thür in Engeland gesetzt;
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Die Höflichkeit macht auch gelehrte Zimmer offen.
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Was Londen treffliches/ Oxfurt gelehrtes zeigt/
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Wornach der muntre Fleiß in Leiden/ Utrecht steigt/
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Vergnügt und zierte dich/ wie du es kontest hoffen.

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Ob sich nun Engeland/ der
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Mit seiner Schönheit dir besonders aufgethan/
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Und der Gedancken Schiff die Temse noch durchfähret/
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Sey/ sag ich/ oder nicht. Diß aber bleibt dein Ruhm:
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Du woltest niemahls nicht in
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Diß

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Heut ist dein Ehren-Tag: der andre wird bald seyn.
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Die
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Auf dem
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Hoch-Edler/ wenn es kommt/ so wünsch ich tausend Glück.
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In jenem Stande denck an diß
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Dein Wohlseyn müsse so/ als wie dein Ruhm bestehen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Hunold
(16811721)

* 29.09.1681 in Wandersleben, † 16.08.1721 in Halle (Saale)

männlich, geb. Hunold

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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