Zufällige Gedancken als einer Doctor Medicinæ ward

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Christian Friedrich Hunold: Zufällige Gedancken als einer Doctor Medicinæ ward (1701)

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Wer klug und mäßig lebt/ braucht keiner Artzeney/
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Und der Natur an sich hat man nichts einzugeben.
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Kein Artzt kan in der Welt bey lauter Tugend leben/
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Die Laster machen ihm nur eine Wohnung frey.
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Durch Fehler lebet er/ und die sind mancherley:
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Mein Freund/ Er ist gemacht vor welche
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Vor
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Den allen stehet Er nunmehro trefflich bey.
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Jedoch erzürne nicht/ sein Leben zuzubringen
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Mit welchen/ die verliebt/ die gern was gutes schlingen/
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Mit der
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Ist ein geschickter Artzt in jeden Fall gerecht.
13
Der Vortheil ist nicht klein: aus Krancken und Gesunden
14
Wird theils sein Schatz gesucht/ theils seine Lust gefunden.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Hunold
(16811721)

* 29.09.1681 in Wandersleben, † 16.08.1721 in Halle (Saale)

männlich, geb. Hunold

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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