Räthsel an die Mademoiselle N

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Christian Friedrich Hunold: Räthsel an die Mademoiselle N (1701)

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Ein Mensch von weißen Haar und feurigem Gesichte/
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Bat den
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Auff ein annehmlich Kind die Güldne Pfeile schoß.
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Er rührte zwar ihr Hertz/ doch gab sie sich nicht bloß.
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Allein das Wunder-Thier/ ein Asse nahm sie wieder/
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Und schoß vor einen Kerl/ der schwartz gekleidet war
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Den Pfeil in ihre Brust/ daß sie im dunckeln gar/
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Sehr lange bey ihm blieb/ sich bloß gab/ wolt ihrs wißen?
9
Ein Mohr erquickte da ein schönes Kind mit küßen.

10
Crräth dein Kluger Sinn/ was mein Gemüth will schreiben/
11
So will ich TAG und NACHT dein Freund u. Diener bleiben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Hunold
(16811721)

* 29.09.1681 in Wandersleben, † 16.08.1721 in Halle (Saale)

männlich, geb. Hunold

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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